Am 21. April 2026 beginnt das Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“, das am 21. und 22. Mai 2026 stattfindet. Die Veranstaltung wird an der Technischen Universität Chemnitz sowie in den Kunstsammlungen Chemnitz durchgeführt. Organisiert wird das Symposium von Prof. Dr. Ellen Fricke, die an der Professur für Germanistische Sprachwissenschaft, Semiotik und Multimodale Kommunikation tätig ist. Ziel des Symposiums ist eine intensive Auseinandersetzung mit ästhetischen und medialen Schichtungsprozessen, die für die Werke von Peter Ablinger, einem bedeutenden Komponisten, zentral sind. Dieses Symposium folgt auf den erfolgreichen Sprachklangabend im Februar 2026, der sich dem Thema Carlfriedrich Claus und Peter Ablinger widmete.

Ein zentrales Thema des Symposiums wird die Beziehung zwischen dem österreichischen Komponisten Georg Nussbaumer und Peter Ablinger sein. Das Programm umfasst zahlreiche namhafte Teilnehmer: Georg Nussbaumer wird zusammen mit der israelischen Violinistin Nurit Stark und der Berliner Stimm- und Performancekünstlerin Natalia Pschenitschnikova auftreten. Auch das Ensemble „Zwischentöne“, das von Ablinger gegründet wurde, wird präsent sein. Weggefährten von Ablinger werden ebenfalls eingeladen, um deren Perspektiven und Erfahrungen zu teilen.

Einblicke und Klanginstallationen

Besonderen Wert legt das Symposium auf die Einblicke in das Peter-Ablinger-Archiv, das die Akademie der Künste in Berlin zur Verfügung stellen wird. Ein Highlight wird Nussbaumers Klanginstallation „Vom Wachstum des Gewesenen [vier horchende Herren]“ sein, die im Weinhold-Bau der TU Chemnitz zu erleben ist. Die Veranstaltung wird durch eine Vielzahl von Programmpunkten bereichert. Hierzu zählen Konzerte, Vorträge, Workshops sowie Gesprächsformate.

Besonders aufregend wird die Uraufführung von Nussbaumers Werk für Violine solo in diesem Rahmen sein, ebenso wie die Aufführungen einiger von Ablingers bekanntesten Kompositionen. Ein weiterer einzigartiger Programmpunkt ist die spezielle Präsentation der DAT-Kassette von Alvin Luciers „I am sitting in a room“ aus dem Jahr 1970 in der deutschsprachigen Tonbandfassung, die im Rahmen der Kunstsammlungen Chemnitz stattfindet.

Veranstaltungsdetails und Förderungen

Die Konzerte des Symposiums finden am 21. Mai ab 18:30 Uhr und am 22. Mai von 10:00 bis 17:00 Uhr im „IdeenReich“ der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz statt. Die Klanginstallation wird vom 20. bis 22. Mai sowie am 26. Mai während der Zeiten von 7:00 bis 20:30 Uhr im Foyer des Weinhold-Baus präsentiert. Die Aufführungen von Luciers Werk sind am 21. Mai um 11:00 und 13:00 Uhr in den Kunstsammlungen Chemnitz geplant. Die Veranstaltung wird durch das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreich, die Fritz Thyssen Stiftung sowie die TU Chemnitz im Rahmen von TUCculture2025 unterstützt.

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Für weitere Informationen können Interessierte Kontakt zu Prof. Dr. Ellen Fricke aufnehmen. Sie ist unter der E-Mail-Adresse sekretariat.efricke@phil.tu-chemnitz.de erreichbar.

Zusätzlich zu den Klängen von Peter Ablinger und Georg Nussbaumer wird das Symposium auch die Ästhetik der Transformation thematisieren, die durch vorherige Arbeiten und Inspirationsquellen geprägt ist. In einem Umwandlungsprozess kreieren Künstler*innen neue Werke, die in Beziehung zu den Arbeiten ihrer Vorgänger stehen. Dieses Konzept beschreibt einen kreativen Übersetzungsprozess und bildet die Grundlage für die Innovationskraft interdisziplinärer Arbeiten in der Kunst.

Margit Schild und Elvira Hufschmid sind seit über einem Jahrzehnt mit der Entwicklung solcher interdisziplinären Kunst- und Lehrpraktiken befasst. Ihre Projekte, die an verschiedenen nationalen und internationalen Universitäten erprobt wurden, blühten in vielfältigen Aufstellungen und Aktivitäten auf, beispielsweise Workshops wie „Aesthetic Transformations: Inspiration across disciplinary borders“ an der Universität der Künste Berlin.