Am 26. April 2026 wurde im Kunstmuseum Marburg eine bedeutende Sonderausstellung eröffnet, die sich der Marburger Künstlerin Katharina Natalie Eitel widmet. Diese Ausstellung, die bis zum 12. Juli zu sehen ist, bietet eine umfassende Retrospektive ihres Schaffens und zeigt über 100 Exponate, die in mehreren Sälen des Museums verteilt sind. Dr. Christoph Otterbeck, der Direktor des Museums, beschreibt Eitels Werk als experimentierfreudig und sensibel. Die umfangreiche Sichtung ihres künstlerischen Nachlasses brachte zahlreiche Werke ans Licht, die bisher kaum ausgestellt wurden.

Besonders bemerkenswert sind Eitels großflächige Papierinstallationen der Werkreihe „zeithaut“. Diese Arbeiten verwandeln mit Papier Fenster, Wände und Säulen in bedeutungsvolle Raumkunstwerke, die mit Licht und Wind interagieren. So entstehen neue Erlebnisräume, die die Grenzen zwischen Kunst, Architektur und Natur aufheben. Dabei spielt Eitels Auseinandersetzung mit der NS-Zeit eine prägende Rolle in ihrem künstlerischen Schaffen.

Thematische Schwerpunkte der Ausstellung

Die Ausstellung behandelt zentrale Themen wie Dialog, Gefäß, Landschaft, Vergangenheit und Körper. Zu den Highlights zählt die Rauminstallation „Sternenzelt“, die bereits 1996 in Marburg zu sehen war und nun wieder aufgebaut wird. Neben Installationen zeigt die Ausstellung auch Kostüme aus London, großformatige Skizzenbücher, handgeschöpfte Papiere, Papierkunstwerke sowie Bilder in Marmoriertechnik und Lichtbilder.

Zusätzlich zu den Exponaten wird eine Publikation zur Ausstellung im Sandstein Kultur Verlag herausgegeben, die über 280 Seiten umfasst und teilweise Originalwerke enthält. Interessierte Besucher haben die Möglichkeit, an Führungen durch die Ausstellung am 17. Mai und 20. Juni um 15 Uhr teilzunehmen. Darüber hinaus finden am 6. Juni Workshops zum Papierschöpfen in Kooperation mit dem Papierwerk Glockenbach statt.

Ein vertrauensvoller Nachlass und sozialer Beitrag

Der künstlerische Nachlass von Katharina N. Eitel gehört der Stiftung HOFFNUNG13, die seit 2017 internationale Projekte für Kinder und Jugendliche in Krisengebieten unterstützt. Die Auswahl der ausgestellten Werke wird nach Ende der Ausstellung verkauft, wobei die Erlöse der Stiftung zugutekommen. Die Besucher können die Ausstellung montags und mittwochs bis sonntags von 11 bis 17 Uhr sowie am letzten Donnerstag im Monat bis 21 Uhr besuchen. Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

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Katharina Eitel, seit 1980 in der Kunstszene aktiv, ist auch Gründungsmitglied der International Association of Hand Papermakers and Paper Artists (IAPMA). Ihre Werke werden in bedeutenden Museen und Sammlungen, unter anderem in Kassel, Frankfurt und Tokyo, präsentiert. Eitels Installationen eröffnen Orte der Begegnung von Kunst, Philosophie und Religion, wodurch sie einen einzigartigen Platz in der zeitgenössischen Kunstszene einnimmt, so uni-marburg.de und Wikipedia.