Am 23. April 2026 fand an der Technischen Universität Chemnitz der bundesweite Girls’Day statt, ein bedeutendes Event, das darauf abzielt, Mädchen und junge Frauen für technische, naturwissenschaftliche, Handwerks- und IT-Berufe zu begeistern. Insgesamt nahmen 33 Schülerinnen aus ganz Sachsen an diesem Programm teil, das fundierte Einblicke in die MINT-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) bot. Die Veranstaltungen fanden an mehreren Standorten der Universität, insbesondere an der Straße der Nationen und der Reichenhainer Straße, statt.

Die Teilnehmerinnen, die ab der 6. Klasse sein durften, hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen. In der Fakultät für Physik erhielten sie die Gelegenheit, eigene Klangkörper mit 3D-Drucktechnologie zu konstruieren und Frequenzanalysen durchzuführen. Ein weiteres Highlight war das Experimentieren im Bereich der Kognitionsforschung, bei dem die Schülerinnen ihre selbst konstruierte Pfeife in ein CT-Gerät legten.

MINT-Erfahrungen und Projekte

Das Institut für Chemie lud zu spannenden Experimenten unter dem Motto „Zauberschrift, Fontäne und Blaues Wunder“ ein. Zudem erkundeten 15 Mädchen die Naturwissenschaften Mathematik und Informatik bei einer aufregenden Rallye, welche das Interesse an diesen oft als unzugänglich empfundenen Fächern wecken sollte. Ein weiterer Workshop in der Informatik ermöglichte es den Schülerinnen, Aufgaben zu entwickeln, Chatbots zu programmieren und selbstfahrende Fahrzeuge in einer Simulation zu testen.

In der Schüler- und Studierendenwerkstatt konnten die Teilnehmerinnen ihre praktischen Fähigkeiten erweitern, indem sie Metallobjekte herstellten und den Umgang mit Löten und Schweißen erlernten. Der spannende Tag fand seinen Abschluss mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Universität, bei dem sich die Schülerinnen austauschen und ihre gewonnenen Erfahrungen teilen konnten.

Die Organisatorinnen des Events berichteten von einem großen Interesse, das durch gezielte Einladungen an Schulen und den Einsatz von sozialen Medien geweckt wurde. Die nächste Gelegenheit, die Technische Universität Chemnitz zu entdecken, ist der „TUCtag“ am 9. Mai 2026.

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Förderung und Perspektiven

Der Girls’Day wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Sein primäres Ziel ist es, Mädchen Berufe oder Studienfächer näherzubringen, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt. Dies ist besonders wichtig, da weibliche Rolemodels in den MINT-Fächern entscheidend sind, um Mädchen zu ermutigen, solche Berufe zu erlernen. Eine Microsoft-Studie aus dem Jahr 2017 hat gezeigt, dass Mädchen durch weibliche Vorbilder und praktische Erfahrungen für MINT-Disziplinen begeistert werden.

Yesim Kelesoglu, Büroleiterin der Türkisch-Deutschen-Unternehmervereinigung e.V., organisiert den Girls’Day seit 15 Jahren und hebt hervor, dass etwa 80 Prozent der Teilnehmerinnen einen Migrationshintergrund haben. Unternehmerinnen, Gründerinnen und Ärztinnen berichten jedes Jahr am Aktionstag über ihren Werdegang, um den Mädchen zu zeigen, welche Karrierewege in diesen Berufen möglich sind. Das Unternehmen cekaso bietet zudem Schülerinnen im Alter von 12 bis 15 Jahren Einblicke in Programmierung und Projektmanagement und fördert damit die Diversität in der IT-Branche.

Die nächste Runde des Girls’Day findet am 3. April 2025 statt. Die Anmeldung für Schülerinnen ab der 5. Klasse ist über das Girls’Day-Radar möglich, um sicherzustellen, dass auch in Zukunft zahlreiche junge Frauen die Gelegenheit erhalten, sich mit technischen und naturwissenschaftlichen Berufen auseinanderzusetzen und ihre Interessen zu erkunden.

TU Chemnitz berichtet, dass der Girls’Day kontinuierlich dazu beiträgt, das Interesse von Mädchen an MINT-Berufen zu fördern und diese Berufe zugänglicher zu machen. Das Engagement und die positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen belegen den Erfolg dieser Initiative.

Girls’Day betont die Bedeutung weiblicher Rollenvorbilder, um Mädchen dazu zu ermutigen, sich in bisher von Männern dominierten Berufen zu identifizieren und zu engagieren.