Der Campus der Universität Vechta wurde in der vergangenen Woche zum Schauplatz intensiven akademischen und kulturellen Austauschs. Vom 8. bis 12. Juni 2026 fand dort die Internationale Woche statt, die mit der Fachkonferenz „Research+ in Dialogue: International Perspectives on Science and Society“ ihren Höhepunkt erreichte. Ein zentrales Event war das „Orquestra Participativa“, ein Mitmach-Orchester, das Musizierende aus Vechta, internationalen Gästen und Hochschulangehörigen vereinte. Der portugiesische Dirigent und Percussionist Pedro Carneiro leitete dieses Projekt, das sich der Förderung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit widmete.

Das Konzept des „Orquestra Participativa“ war bewusst niedrigschwellig gestaltet: Alle Interessierten konnten teilnehmen, unabhängig von Alter, Herkunft oder musikalischen Vorkenntnissen. Carneiro arbeitete dabei ohne feste Partituren und strebte einen kreativen Prozess an, der in „konzentrierter Stille“ begann und sich zu einem komplexen Klangbild entwickelte. Dies geschah basierend auf einer kurzen Tonfolge und einem begleitenden Text. Die Musik entstand spontan und wurde durch die Dynamik der Gruppe sowie Carneiros nonverbale Führung gestaltet. „Die Freude und der Frieden, die durch die gemeinsame Musik entstanden, waren zentral für die Performance“, erklärte Carneiro.

Internationale Perspektiven und wissenschaftlicher Austausch

Die Internationale Woche bot nicht nur Gelegenheiten zum gemeinsamen Musizieren, sondern auch zum Austausch zu zentralen wissenschaftlichen Themen. Vorträge, Diskussionen und Poster-Sessions ermöglichten es internationalen Gästen, Lehrenden und Studierenden, sich in verschiedenen Formaten auszutauschen. Dr. Oliver Schöndube, Verwalter der Professur für Musikpädagogik, stellte den Kontakt zu Carneiro her und trug somit zur Realisierung dieses inklusiven Musikprojekts bei.

Die Bedeutung internationaler Kooperationen in Bildung, Wissenschaft und Forschung wird auch durch die Strategie des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstrichen. Die internationale Zusammenarbeit ist entscheidend, um den gestiegenen Innovations- und Transformationsdruck in Deutschland und Europa zu bewältigen. Im Jahr 2022 förderte das BMFTR diese Zusammenarbeit mit über 1,3 Milliarden Euro und unterstützte insgesamt 2278 internationale Vorhaben.

Das BMFTR orientiert sich in seiner Arbeit an den Prinzipien der Menschenwürde, Grundrechte und Demokratie. Diese Werte sind der Grundstein für die Kooperationen, die das Ministerium mit Staaten eingeht, die diese Prinzipien teilen. Die international ausgerichteten Schwerpunkte dieser Zusammenarbeit reichen von der EU bis zu Partnerschaften in Lateinamerika oder im Asiatisch-Pazifischen Raum und umfassen auch Kooperationen mit vielen Organisationen wie OECD und UNESCO.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der Klang des „Orquestra Participativa“ wird somit nicht nur als musikalisches, sondern auch als symbolisches Zeichen für die bedeutsame Rolle internationaler Zusammenarbeit in Wissenschaft und Kultur gesehen. In einer Zeit, in der gemeinsames Verständnis und Kultur wichtiger denn je sind, setzt die Universität Vechta ein Zeichen für den Dialog.