Am 1. Juli 2026 wird die Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld zum Schauplatz eines spannenden Wettbewerbs, der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit bietet, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren. Der Wettbewerb, bekannt als FameLab Germany, wird von der Wissenswerkstadt Bielefeld ausgerichtet und verspricht, ein spannendes Event für Wissenschaft und Öffentlichkeit zu werden. Zehn Nachwuchsforschende aus ganz Deutschland werden teilnehmen und sich einer Jury bestehend aus renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern stellen.
Die Teilnehmer müssen sich an strikte Regeln halten: Fachjargon und PowerPoint-Präsentationen sind tabu, und die Präsentationen dürfen nicht länger als 180 Sekunden dauern. Ziel ist es, sowohl die Jury als auch das Publikum zu überzeugen und ihre Forschungsprojekte auf eine zugängliche Weise zu erklären. Die Wahl des Themas liegt vollständig bei den Teilnehmenden, vorausgesetzt, sie sind Masterstudierende, Promovierende oder junge Forschende ab 21 Jahren aus den Natur- und Sozialwissenschaften. Der lokale Teilnehmer Maik Gärner, Physik-Doktorand der Universität Bielefeld, hat sich bereits durch den Gewinn des regionalen Vorentscheids qualifiziert.
Preisverleihung und Jury
Der Gewinner des Wettbewerbs erhält die sogenannte Deutschland-Krone sowie ein Ticket zur FameLab-Weltmeisterschaft, die im Dezember 2026 in Polen stattfindet. Die Jury wird von prominenten Figuren in der Wissenschaft geprägt: Professorin Dr. Michaela Vogt von der Universität Bielefeld, Professorin Dr. Natalie Bartholomäus von der Hochschule Bielefeld, Dr. Ulrike Brandt-Bohne, eine erfahrene Wissenschaftsjournalistin, und Marcus Weber von der Science-Show-Gruppe „Die Physikanten“ werden die Präsentationen bewerten. Die Moderation übernimmt Marvin Meinold.
Tickets für das Event sind bereits erhältlich und kosten 13 Euro, ermäßigt 8 Euro. Der Verkauf findet sowohl in der Tourist-Information der Wissenswerkstadt als auch online statt.
Wissenschaftskommunikation im Fokus
Die Veranstaltung ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern steht auch im Zeichen der Bedeutung von Wissenschaftskommunikation. Laut dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) spielt die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse eine entscheidende Rolle dabei, gesellschaftliche Herausforderungen wie den Einfluss von Algorithmen, die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung und den Schutz vor Krankheiten zu bewältigen. Diese Themen sind hochaktuell und für den Alltag und das Arbeitsleben wichtig.
Seit 2021 wird Wissenschaftskommunikation im Koalitionsvertrag als essenzieller Bereich hervorgehoben. Projekte wie die Transfer Unit und die Impact Unit sind darauf ausgerichtet, den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft zu fördern und die Evaluation der Wissenschaftskommunikation zu unterstützen. Das Ziel ist es, den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft alltäglich zu machen und die Demokratie zu stärken. Der BMFTR engagiert sich zudem international, um den Diskurs über Wissenschaft zu intensivieren und fördert digitale Plattformen wie den Wisskomm-Campus, die Online-Kurse zur Wissenschaftskommunikation anbieten.