Am 21. Juli 2026 hat Prof. Dr. Christos Rammos die Professur für Gefäßmedizin an der Universität Duisburg-Essen sowie dem Universitätsklinikum Essen übernommen. Sein Fokus liegt auf der Erforschung der Ursachen und der Behandlung von Gefäßerkrankungen. Besonders relevant ist hierbei die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), eine der häufigsten Erkrankungen der Beingefäße. In Deutschland wird die pAVK oft nur unzureichend behandelt. Rammos plant, durch registerbasierte Studien und digitale Interventionen die Behandlungsqualität in diesem Bereich zu verbessern, wie uni-due.de berichtet.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Rammos ist die Optimierung der Akutversorgung bei Lungenembolie. Hierbei wird an der Entwicklung eines KI-gestützten Versorgungsnetzwerks für die Rhein-Ruhr-Region gearbeitet. Dies zeigt, wie eng Forschung und klinische Anwendung miteinander verbunden sind. Die Entscheidung für das Universitätsklinikum Essen fiel aufgrund der hervorragenden klinischen Infrastruktur und der seit 2015 aufgebauten Strukturen, darunter ein dreifach zertifiziertes Gefäßzentrum und das Programm PERT, das innovative Ansätze in der Gefäßmedizin verfolgt.

Therapiemöglichkeiten für pAVK

Die Therapie der pAVK variiert entsprechend den verschiedenen Stadiums der Erkrankung. Diese reicht von konservativen, medikamentösen bis hin zu interventionellen und operativen Maßnahmen. Laut doccheck.com ist es entscheidend, die Therapie an das jeweilige Fontaine-Stadium anzupassen.

  • Konservative Therapie:
    • Medikamentöse Mittel wie Statine zur Senkung des LDL-Cholesterins.
    • Blutdruckeinstellung mit verschiedenen Medikamenten.
    • Dauermedikation eines Thrombozytenaggregationshemmers ab Stadium II.
  • Interventionelle Revaskularisation:
    • Ab Stadium III wird interventionelle Revaskularisation empfohlen.
    • Bei starken Einschränkungen im Stadium II auch frühzeitige Interventionen möglich.
  • Operative Verfahren:
    • TEA oder Bypass-Anlagen sind Optionen bei bestimmten Läsionen.
    • Mögliche Komplikationen wie Infektionen oder Blutungen sind bei operativen Eingriffen zu beachten.

Forschung zur Verbindung zwischen Mikrobiom und Gefäßen

Rammos’ Ziel ist nicht nur die Verbesserung der klinischen Versorgung, sondern auch ein tieferes Verständnis für den Einfluss des Mikrobioms auf die Gesundheit der Gefäße. Diese Untersuchung steht im Kontext seiner Studien zur Entwicklung neuer Therapieansätze für Gefäßerkrankungen. Seine Arbeiten zielen darauf ab, die Zusammenhänge zwischen der Darmflora und Gefäßerkrankungen besser zu verstehen und spezifische therapeutische Strategien daraus abzuleiten.

Prof. Dr. Christos Rammos verfolgt mit seinem Lehransatz das Ziel, Studierenden nicht nur medizinisches Wissen zu vermitteln, sondern sie auch dazu zu befähigen, klinisch sowie wissenschaftlich zu denken. Die Einblicke in laufende Studien und die Laborarbeit fördern eine praxisnahe Ausbildung, wobei exzellente Patientenversorgung und eigene Forschungsprojekte Hand in Hand gehen.

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