Am 8. Juli 2026 wählte der Senat der Universität Tübingen József Fortágh zum Prorektor für Internationales, Diversität und Universitätskultur. Mit seiner einstimmigen Wahl, die 34 Stimmen erhielt, tritt Fortágh am 1. Oktober 2026 das Amt an und folgt damit auf Professorin Monique Scheer.

Monique Scheer war von 2016 bis 2020 Prorektorin für Internationales, ehe sie sich seit 2020 auf die Themen Internationales und Diversität konzentrierte. Fortágh, der seit 2007 Professor für Experimentalphysik an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen ist, bringt einen reichhaltigen Erfahrungshorizont in sein neues Amt ein.

Akademische Laufbahn und Forschungsinteressen

József Fortágh studierte Physik an der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest sowie an der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2003 promovierte er an der Universität Tübingen mit der Bestnote summa cum laude. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of Queensland übernahm er 2006 die Leitung der Arbeitsgruppe „Nano-Atomoptics“ an der Universität Tübingen und wurde im darauffolgenden Jahr auf eine Professur berufen.

Seit 2017 ist Fortágh stellvertretender Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und war von 2020 bis 2021 auch Interims-Dekan. Seine Forschungsleistung wurde 2006 mit dem „NanoFutur“-Forschungspreis des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt gewürdigt. Zudem war er 2016 als Gastwissenschaftler an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften tätig.

Ziele und Schwerpunkte

In seiner neuen Rolle als Prorektor plant Fortágh, die Universität international stark und attraktiv zu positionieren. Ein zentrales Anliegen wird die Verankerung der Internationalität im Universitätsalltag sein. Darüber hinaus möchte er die Weiterentwicklung einer Universitätskultur vorantreiben, die den akademischen Austausch fördert.

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Besonderen Fokus möchte Fortágh auf die Unterstützung von „First Generation Academics“ legen, um diesen den Zugang zu akademischen Möglichkeiten zu erleichtern und eine inklusive Lernumgebung zu schaffen. Seine Vision ist es, eine vielfältige und dynamische Universität zu fördern, die Studierende und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Hintergründen miteinander verbindet und deren Potenziale entfaltet.