Die vielfältige Welt der Oper eröffnet sich bald an der Universität Erfurt. Am 20. Mai 2026 wird die Märchenoper „Dornröschen“ von Engelbert Humperdinck in einer neuen Inszenierung präsentiert. Diese Aufführung spricht nicht nur Kinder und Jugendliche an, sondern thematisiert auch aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen und hinterfragt traditionelle Rollenklischees, die oft in Märchen anzutreffen sind.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Tatsache, dass alle Instrumental-, Gesangs- und Sprechpartien von Lehrenden und Studierenden des Fachgebietes Musik der Universität übernommen werden. Ergänzt wird die Aufführung durch den Mädchenchor des Erfurter Doms, der die musikalische Darbietung bereichern wird. Die Musik von Engelbert Humperdinck bleibt in ihrer originalen Form unverändert, während Ralph Richey die Klavierbearbeitung für diese Inszenierung vorgenommen hat.
Eine moderne Umsetzung für ein jüngeres Publikum
Die Inszenierung der Universität findet im Rahmen eines innovativen Konzeptes statt, das die Tradition der Oper mit modernen, multimedialen Elementen verknüpft. Die Regisseurin Anna Bergmann bringt eine multimedia-produktive Sichtweise ein, die animierte Reisen durch Fantasiewelten und verschiedene Zeiten beinhaltet. Dies dient dem Ziel, eine Verbindung zwischen alter Geschichte und zeitgenössischer Bildkraft zu schaffen, damit alle Generationen – von Familien mit Kindern ab 8 Jahren bis hin zu älteren Zuschauern – angesprochen werden.
In der neuen Bearbeitung wird auch die Bedeutung von Selbstbestimmtheit in den Mittelpunkt gerückt. Die Themen von Geschichte und Identität, insbesondere in Bezug auf Geschlechterrollen, werden verstärkt in den Fokus gerückt und bieten Raum zur Reflexion über eigene Geschichten und gesellschaftliche Normen.
Eintritt und Aufführungsdetails
Die Aufführung im Großen Haus der Staatsoper dient als Plattform, um die neue Inszenierung zu präsentieren. Der Eintritt ist frei, jedoch wird aufgrund der begrenzten Platzkapazität eine Reservierung empfohlen. Die Veranstaltung richtet sich an eine breite Altersgruppe und wird in deutscher Sprache mit englischen Übertiteln aufgeführt.
Zusätzlich laden die interaktiven Elemente des Forumtheaters die Zuschauer ein, sich aktiv mit den behandelten Themen auseinanderzusetzen. Diese theaterpädagogischen Ansätze fördern den Dialog über Geschlechteridentität und laden zur Reflexion über eigene Werte ein. Die Kombination aus klassischem Opernformat und modernen Herausforderungen der Geschlechterrollen sorgt für ein einzigartiges Erlebnis.
Das Engagement der Universität Erfurt und die Einbindung von Studierenden und Lehrenden schaffen ein Umfeld, in dem künstlerische und gesellschaftliche Bildung Hand in Hand gehen. Solche Formate leisten einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Toleranz und Verständnis in der Gesellschaft und bieten jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit relevanten Themen auseinanderzusetzen.
Für weitere Informationen über das Programm und Details zur Aufführung, werfen Sie einen Blick auf die offiziellen Seiten der Universität Erfurt, der Hamburgischen Staatsoper sowie des Forumtheaters.