Neues Mural in Hamburg: Kunst trifft Klimaforschung am Grindelviertel!
Ein neues Wandgemälde, auch bekannt als Mural, ist heute an der Bundesstraße 32 in Hamburg eingeweiht worden. Dieses Kunstwerk, das einen Ozean darstellt, aus dem ein Quader herausgenommen wurde, wird von einer Forscherin untersucht. Mit einem beeindruckenden Maß von etwa 10 x 18 Metern wird das Mural in Kooperation mit dem Berliner Künstlerkollektiv „Innerfields“ realisiert und hat seinen Standort im Grindelviertel, nahe dem Campus Bundesstraße der Universität Hamburg.
Das Mural hat das Ziel, die wissenschaftliche Arbeit eines Verbundforschungsprojekts der Universität Hamburg sichtbarer zu machen. Ein zentrales Anliegen ist es, auf die Bedeutung der Klimawissenschaften aufmerksam zu machen. Eine neben dem Mural angebrachte Tafel bietet nicht nur Erläuterungen zum Projekt, sondern auch einen QR-Code, der zu weiterführenden Informationen führt.
Ein starkes Forschungsteam
Prof. Dr. Carsten Eden, Ozeanograph und Sprecher des Verbundprojekts „Energy Transfers in Atmosphere and Ocean“ (TRR 181), hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Kunst hervor. Dieses Forschungsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und vereint mehr als 100 Forschende aus zwölf Institutionen. Es umfasst 18 wissenschaftliche Teilprojekte, ergänzt durch ein „Art & Science“-Projekt.
Seit 2020 sind im Rahmen dieser Initiative bereits 15 Kunstwerke entstanden, die durch die Kooperation zwischen Künstlern und Wissenschaftlern realisiert wurden. Die Wandgestaltung schafft eine optische Brücke zwischen den Laboren und Büros der Wissenschaftler sowie dem Stadtbild von Hamburg. Diese Brücke soll das Bewusstsein für die Herausforderungen der Klimaforschung stärken.
Ausstellung und Zukunftsausblick
Die Verantwortlichen planen, ab 2028 eine Wanderausstellung der Kunstwerke auf Tour zu schicken, um die Ideen und Ergebnisse des Projekts weiter zu verbreiten.
Zusätzlich zu diesen künstlerischen Projekten wird im Rahmen der wissenschaftlichen Kommunikationsstrategien ebenfalls an der Schaffung neuer Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Kunst gearbeitet. Ein Beispiel dafür sind die Online-Lectures im Programm „Kunst und Umwelt“ des Umweltbundesamts, bei denen interdisziplinäre Themen behandelt werden. Im kommenden Jahr wird Christian Stein, ein Germanist und Informatiker, erwarten, der zu den Möglichkeiten der Interdisziplinarität forscht. Der Exzellenzcluster „Matters of Activity“ an der Humboldt Universität zu Berlin, an dem Stein tätig ist, beschäftigt die Zusammenarbeit von rund 300 Wissenschaftler:innen aus über 40 Disziplinen.
Diese Bestrebungen zeigen eine klare Tendenz, dass Wissenschaft und Kunst zusammenrücken und somit neue gesellschaftliche Schnittstellen schaffen. Interaktive Formate und experimentelle Veranstaltungen resultieren aus der Engagierung der Akademiker:innen, die den Dialog mit Künstler:innen suchen, um innovative Ansätze in der Wissenschaftskommunikation zu fördern.
Mit diesen vielfältigen Initiativen wird die Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst weiter gefestigt, was sowohl der Wissenschaft als auch der Gesellschaft zugutekommt. Die Verbindung beider Bereiche kann dazu beitragen, komplexe Themen wie den Klimawandel näher zu bringen und einen breiteren Zugang zur wissenschaftlichen Diskussion zu ermöglichen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sowohl das neue Mural in Hamburg als auch die fortlaufenden interdisziplinären Projekte wichtige Schritte sind, die auf eine engere Verbindung von Kunst und Wissenschaft hinweisen und die Bedeutung von Klimawissenschaften verstärken.
