Am 21. April 2026 stellte das Gutenberg Academy Fellows Program (GAFP) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) eine neue Gruppe von elf Junior Fellows vor. Diese ausgewählten Doktorandinnen, Doktoranden und Künstlerinnen sowie Künstler aus verschiedenen Fachbereichen werden durch das Programm in ihrer wissenschaftlichen und kreativen Entwicklung unterstützt. Die neu aufgenommenen Fellows sind unter anderem Clarissa Krämer (Wirtschaftsinformatik), Joshua Kriesmann (Rechtswissenschaft) und Erik Sarrazin (Verhaltensökonomie). Das GAFP verfolgt seit seiner Gründung im Jahr 2006 ein interdisziplinäres Förderkonzept und hat seitdem über 200 Angehörige des wissenschaftlichen Nachwuchses gefördert.

Die Unterstützung des GAFP für Junior Fellows umfasst nicht nur finanzielle Hilfen für Promotionsprojekte, sondern auch Patenschaften mit Senior Fellows und ein strukturiertes Mentoring-Programm. Senior Fellows sind hochrangige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Künstlerinnen und Künstler der JGU, die den Junior Fellows mit Rat und Konzepten zur Seite stehen. Weitere Aspekte des Programms beinhalten finanzielle Zuschüsse für Tagungsbesuche und Laboraufenthalte, um den Austausch und die Vernetzung zu fördern, was im Sinne der interdisziplinären Ausrichtung des GAFP geschieht. Jährlich gibt es an der JGU etwa 650 Promotionen, was die Relevanz solcher Programme zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstreicht.

Interdisziplinärer Austausch und Unterstützung

Das GAFP fördert den interdisziplinären Austausch nicht nur zwischen den Fellows selbst, sondern auch durch Veranstaltungen, die in Kooperation mit anderen Kollegs der JGU organisiert werden. Dazu gehören das Gutenberg Forschungskolleg (GFK), das Gutenberg Kolleg für wissenschaftliche Karrierewege (GKK) und das Gutenberg Lehrkolleg (GLK). Diese Kooperationen bringen verschiedene Perspektiven und Fachgebiete zusammen, um den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Zukunft eine breite und vielfältige Ausbildung zu bieten.

Zu den Veranstaltungen zählen Round Table, die abendliche Diskussionsrunden mit Vorträgen und informellen Austausch ermöglichen. So behandelt das GAFP Themen wie wissenschaftliche Arbeit, Forschungspraktiken und universitär-akademische Strukturen. Ein Beispiel dafür ist der Round Table „Doing Research Abroad“, der Einblicke und Diskussionen über Forschungsaufenthalte im Ausland bietet.

Karriereaussichten für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Der Wissenschaftsrat hat immer wieder auf die Herausforderungen hingewiesen, die mit dem Übergang von der Promotion zur Erstberufung verbunden sind. Viele junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erleben in dieser Phase einen hohen Druck sowie häufige Standortwechsel. Besonders in der Promotionsphase sollten Kompetenzen vermittelt werden, die den Absolventen nicht nur den Eintritt in die Wissenschaft, sondern auch in andere Berufsfelder ermöglichen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Das GAFP und ähnliche Programme sind daher essenziell, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu unterstützen. Sie bieten einen institutionellen Rahmen, der die Entwicklung der Karrieren von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern strukturiert und begleitet. Um zukünftig bessere Strukturen zu schaffen, fordert der Wissenschaftsrat kürzere und transparentere Berufungsverfahren sowie die Einführung von Berufungsbeauftragten, um die Standards bei der Berufung von Wissenschaftlern zu heben.

Das GAFP bleibt damit ein wichtiger Akteur in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der JGU, indem es individuelle Karrierewege unterstützt und den Dialog zwischen verschiedenen Disziplinen anregt.

Weitere Informationen zum Programm und den Veranstaltungen finden Sie auf den offiziellen Seiten des Gutenberg Academy Fellows Program sowie des Wissenschaftsrates. Auch die JGU selbst berichtet regelmäßig über solche Initiativen auf ihrer Presse-Website uni-mainz.de.