Opernpremiere in Bremen: „Cavalleria rusticana“ erobert die Bühne!
Am 28. Juni 2026 um 19 Uhr wird im Metropol Theater Bremen die Einakter-Oper Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni aufgeführt. Dies ist ein zentraler Bestandteil des Sommersemesters und die erste vollständige Opernaufführung von Orchester und Chor der Universität Bremen. Rund 250 Musiker:innen und Sänger:innen, einschließlich internationaler Solist:innen, werden auf der Bühne stehen.
Die Aufführung steht unter dem Motto „Oper pur“ und wird von Universitätsmusikdirektor Mariano Chiacchiarini geleitet. Regie führt Ansgar Weigner, der als Professor für Szenische Gestaltung an der Hochschule für Künste Bremen tätig ist. Das Projekt erfordert intensives Proben, um einen der Meilensteine der italienischen Operntradition gebührend präsentieren zu können.
Einblicke in die Oper
Cavalleria rusticana wurde 1890 uraufgeführt und ist ein Beispiel für das italienische Verismo. Diese Stilrichtung, die sich am Naturalismus orientierte, zeigte soziale Realitäten und emotionale Konflikte in einem neuen Licht. Die Handlung spielt in einem sizilianischen Dorf und thematisiert Eifersucht, verletzte Ehre und die Vergeltung zwischen Turiddu und seiner früheren Geliebten Lola. Historisch betrachtet markiert das Stück einen Wandel in der italienischen Oper, der mit dem Einfluss von Komponisten wie Mascagni verbunden ist, die sich von den traditionellen Formen distanzierten.
Die Besetzung der Aufführung ist prominent und wird von Gabriella Guilfoil als Santuzza, Luis Olivares Sandoval als Turiddu, Natalie Jurk als Lucia, Jorge Espino als Alfio und Coco Joura als Lola angekündigt. Diese Künstler:innen bringen eine hohe Qualität und Erfahrung mit, um die emotionalen Tiefen der Charaktere zu beleuchten.
Karten und Vorverkauf
Karten sind zu Preisen ab 14 Euro (ermäßigt 7 Euro) erhältlich. Der Vorverkauf erfolgt über NordwestTicket und Eventim, darüber hinaus stehen Karten vom 24. bis 26. Juni in der Zentralmensa am Universitätsboulevard zur Verfügung. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, dass noch mehr Interessierte die Aufführung besuchen können.
Historisch gewinnt Cavalleria rusticana im Kontext des italienischen Theaters an Bedeutung, denn am Ende des 19. Jahrhunderts erlebte die italienische Operntradition einen tiefgreifenden Wandel. Die traditionellen Formen wie Opera seria und Opera buffa verloren an Bedeutung, während die Kompositionen der Giovane Scuola, der jungen Komponistengeneration, sich von Verdis Einfluss abwendeten. Die Realität und die sozialen Themen fanden zunehmend Einzug in die Opern, ähnlich der Literatur des Naturalismus von Autoren wie Émile Zola.
Der innovative Drang, den Mascagni und seine Zeitgenossen verkörperten, legte den Grundstein für eine neue Ära der italienischen Oper. Von dieser erfrischenden Wendung, die die Opernlandschaft nachhaltig beeinflusste, können die Besucher am 28. Juni im Metropol Theater Bremen einen Eindruck gewinnen.
