Am 1. Juli 2026 ist ein bedeutendes Pilotprojekt an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gestartet, das die Zusammenarbeit von Forschenden aus den Geistes-, Erziehungs- und Sozialwissenschaften unterstützen soll. Das Projekt mit dem Titel Catalyst GER hat sich zum Ziel gesetzt, wertvolle Erkenntnisse für die Gesellschaft nutzbar zu machen und Transferstrukturen für diese Fachrichtungen zu entwickeln. Die Projektkoordination liegt in den Händen von Dr. Stefan Magnussen und Felicitas Gärtner, die maßgeblich zur Gestaltung und Umsetzung des Vorhabens beitragen.

Catalyst GER ist in drei zentrale Phasen unterteilt: „Discover“, „Launch“ und „Validate“. Diese Struktur ermöglicht es den Teilnehmenden, gezielt an ihren Transferideen und strategischen Vorhaben zu arbeiten. Dabei stehen sie in einem intensiven Austausch mit Expertinnen und Experten sowie Kolleginnen und Kollegen von insgesamt acht weiteren Universitäten.

Workshops und individuelle Coachings

Im Rahmen des Programms finden regelmäßig Workshops und individuelle Coachings statt, die darauf abzielen, kreative Transferideen zu entwickeln. Zu den Projekten, die im Verlauf des Programms hervorgebracht wurden, gehören bemerkenswerte Initiativen wie das Zertifizierungsprogramm für China-AGs an Schulen unter der Leitung von Professorin Angelika Messner und eine Untersuchung zu selbstreflektiertem Monitoring in europäischen Stichproben, durchgeführt von Professorin Anja Leue.

Ein weiteres Beispiel ist das interdisziplinäre Projekt REKURA von Peter Graeff, das sich mit der Aufarbeitung der Kinderverschickung in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik beschäftigt. Graeff hebt die Wichtigkeit der Perspektiverweiterung und die Auseinandersetzung mit Stakeholdern sowie den Ergebnissen hervor, um einen positiven gesellschaftlichen Einfluss auszuüben.

Gesellschaftliche Relevanz und Zukunftsperspektiven

Die gesellschaftliche Relevanz der Forschung wird von Prof. Dr. Ulrich Müller als strukturelle Aufgabe angesehen, die dauerhaft im Fokus der akademischen Arbeit stehen sollte. Auch Dr. Stefan Magnussen betont in diesem Kontext die Notwendigkeit, die Resilienz der Teilnehmenden gegenüber politischen Interventionen zu stärken. Diese Thematik wurde besonders während der Auftaktveranstaltung im vergangenen April diskutiert, die über 70 Personen und Einrichtungen zusammenbrachte.

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Die Auftaktveranstaltung diente auch als Plattform für die Diskussion über die Herausforderungen der Koordination und die Notwendigkeit flexibler Reaktionen auf gesellschaftliche Bedarfe. Catalyst GER wird bis zum Ende des Jahres 2026 durchgeführt, wobei bereits Pläne für eine Neuauflage des Projekts in der Zukunft existieren.

Für weiterführende Informationen über die Zielsetzungen und den Verlauf des Projekts Besuch Uni Kiel.

Zusätzliche Hinweise zur Relevanz von Transferstrukturen in der akademischen Forschung sind in dem Leitlinienpapier des BIBB zu finden, das die Bedeutung des Transfers zwischen Wissenschaft und Gesellschaft thematisiert. Details dazu können auf der Website BIBB abgerufen werden.