Potsdam plant neuen Universitätscampus: Bürgerbeteiligung im Fokus!
Am 7. Juli 2026 fand in Potsdam ein bedeutender Schritt zur Gestaltung des Universitätscampus auf dem Brauhausberg statt. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 188 gefasst, der das formale Verfahren zur Erarbeitung des Bebauungsplans sowie zur Änderung des Flächennutzungsplans einleitet. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke bestätigte das hohe Interesse der Bürger an diesem städtebaulichen Projekt und lobte die Stadt für ihre schnelle und effiziente Vorgehensweise in der Planungsphase.
Insgesamt wurden 77 Stellungnahmen von Bürgerinnen, Bürgern und Behörden eingereicht, die die Meinungsbildung und die Planung entscheidend beeinflussen werden. Diese Rückmeldungen werden in ein Werkstattverfahren einfließen, das für Februar 2026 angesetzt ist. Die Ergebnisse des ersten städtebaulichen Qualifizierungsverfahrens werden bis Mitte dieser Woche an zwei Orten in Potsdam sowie online veröffentlicht. Diese Ergebnisse sind von großer Bedeutung, da sie die Grundlage für den Bebauungsplan und die Anpassung des Flächennutzungsplans bilden, welcher im zweiten Halbjahr 2026 konkretisiert werden soll.
Wichtige Vorhaben und Ziele
Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betonte die Bedeutung eines innerstädtischen Campus und hob hervor, dass die Integration des denkmalgeschützten Gebäudes des ehemaligen Brandenburger Landtages Teil des Bauvorhabens ist. Das Ziel ist, studentisches Leben zurück in die Potsdamer Innenstadt zu bringen und gleichzeitig die öffentliche Nutzung des Brauhausbergs langfristig zu sichern. Beigeordneter Bernd Rubelt unterstrich zudem die Absicherung von Investitionen in die Wissenschaftsinfrastruktur, die mit diesem Projekt einhergehen.
Für den Campus sind umfassende Fachgutachten geplant. Diese werden Themen wie Mobilität, Verkehr, Entwässerung, Artenschutz sowie die Bodennutzung, Schallemissionen und Luftqualität abdecken. Die Hasso Plattner Foundation, die Flächen und Gebäude am Campus Griebnitzsee übernimmt, wird den Neubau des Campus auf dem Brauhausberg unterstützen, was den Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts und der Digital Engineering Fakultät umfasst. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die digitale Souveränität Deutschlands und Europas zu stärken sowie neue Masterstudiengänge und Forschungsschwerpunkte im Bereich Künstlicher Intelligenz zu entwickeln.
Transparente Planung und Bürgerbeteiligung
Die Planung profitiert von einem hohen Maß an Transparenz und Bürgerbeteiligung. Das Projekt betont die Wichtigkeit von Informationsforen, öffentlichen Ausstellungen und digitalen Beteiligungsformen. Die öffentliche Vorstellung von städtebaulichen Varianten ist für den 29. Januar 2026 vorgesehen, wo die Bürger die Pläne einsehen und Kommentare abgeben können.
Die Initiative zur Entwicklung des Universitätscampus erfolgt im Rahmen einer umfassenden nationalen Stadtentwicklungspolitik, die auch darauf abzielt, Städte und Gemeinden lebenswert und erfolgreich zu gestalten. Auf der Themenseite der nationalen Stadtentwicklungspolitik sind weitere Informationen zu finden, die die Wichtigkeit des Austausches zwischen den Akteuren und Interessierten im Bereich der Stadtentwicklung verdeutlichen.bmwsb.bund.de
Die Stadt Potsdam, zusammen mit der Universität Potsdam und der Hasso Plattner Foundation, setzt also ein ehrgeiziges Projekt um, das nicht nur wissenschaftliche Exzellenz fördern soll, sondern auch die Stadtentwicklung im Ganzen positiv beeinflusst. Diese Kombination aus schneller und fundierter Planung könnte ein Modell für andere Städte in Deutschland darstellen.
