Reinhold Messner und Uni Augsburg für Umweltengagement mit Bayerischer Umweltmedaille geehrt
Heute, am 22.10.2026, richtet sich der Blick an der Uni Augsburg auf eine Auszeichnung für Menschen und Einrichtungen, die sich dem Schutz der Umwelt verschrieben haben. Der frühere Extrembergsteiger Reinhold Messner erhält gemeinsam mit etwa einem Dutzend weiterer Personen und Institutionen die Bayerische Umweltmedaille.
Der 81-Jährige wird für seinen Einsatz für den Naturschutz geehrt, vor allem für den Schutz der Bergwelt. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber bezeichnete Messner als wichtige Stimme für den Naturschutz und als Botschafter sensibler Ökosysteme. Seit den 1980er-Jahren setzt sich Messner laut Umweltministerium für den Umweltschutz ein. Seine Bekanntheit nutzte er, um auf die Folgen des Massentourismus und des Klimawandels aufmerksam zu machen. Auch während seiner Zeit als Abgeordneter im Europäischen Parlament vertrat er Umweltanliegen.
Auszeichnung für Bergschutz und Forschung
Unter den weiteren Geehrten sind Franz Leibl, Umweltschützer und ehemaliger Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, sowie die Schauspielerin und Moderatorin Annika Pfeil. Ausgezeichnet wird außerdem die von Susanne Klatten gegründete Stiftung Kunst und Natur.
Eine der Medaillen geht an Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg. Sie erhält die Ehrung für den Aufbau und das interdisziplinäre Profil der Umwelt- und Klimaforschung an der Universität. Seit ihrem Amtsantritt 2011 setzt sie Nachhaltigkeit als wichtiges Ziel für die Weiterentwicklung der Universität.
Unter ihrer Leitung wurden unter anderem das Zentrum für Klimaresilienz, das Wissenschaftszentrum Umwelt, die Environmental Humanities und die Umweltmedizin zu Forschungsschwerpunkten ausgebaut. Am Zentrum für Klimaresilienz arbeiten inzwischen mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen. Sie entwickeln Strategien für eine klimaresiliente Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft – ein ziemlich breites Feld, in dem naturwissenschaftliche, gesellschaftliche und medizinische Fragen eng zusammenliegen.
Bis zu 15 Medaillen im Jahr
Die Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt wird jährlich an bis zu 15 Personen, Vereinigungen oder Kommunen verliehen. Geehrt werden Menschen und Organisationen, die sich besonders um den Umwelt- und Verbraucherschutz verdient gemacht haben.
Dass dabei ein Bergsteiger, eine Moderatorin, eine Stiftung und eine Universitätspräsidentin nebeneinander auf der Liste stehen, zeigt die unterschiedliche Reichweite des Engagements: vom Schutz empfindlicher Berglandschaften über öffentliche Aufmerksamkeit bis hin zum Aufbau von Forschungseinrichtungen. In Augsburg bekommt diese Verbindung ein konkretes Gesicht – mit dem Zentrum für Klimaresilienz und mehr als 60 Forschenden, die an Wegen arbeiten, wie Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft mit den Folgen des Klimawandels umgehen können.
