Künstliche Intelligenz revolutioniert Musik: Kongress in Babelsberg!
In der Welt der kreativen Medien tut sich einiges: Vom 11. bis 12. September 2026 findet an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF der Fachkongress „AI-Soundscapes – Tools und Innovationen für Musik, Film & Creative Media“ statt. Der Kongress soll ein Forum bieten, um über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Audio-Bereich zu diskutieren. Diese Diskussion umfasst nicht nur neue Werkzeuge und veränderte Produktionsprozesse, sondern auch rechtliche und ethische Fragestellungen, die sich aus der Nutzung von KI in der Musikproduktion ergeben.
Ein Highlight des Programms ist die Eröffnungs-Keynote von Prof. Dieter Gorny, der über die Umbrüche in der Musikbranche sprechen wird. Zudem erwarten die Teilnehmer internationale Perspektiven von namhaften Referent:innen wie Rania Kim, Rodrigo Diaz und Dr. Anna Xambó. In Workshops und Vorträgen werden unter anderem Experten wie Derek von Krogh, Jovanka von Wilsdorf und Johanna Roth ihre Einsichten teilen.
Rechtliche Herausforderungen im Fokus
Ein zentrales Thema des Kongresses wird die rechtliche Dimension der KI-Nutzung in der Musik sein. Die Nutzung von KI-Tools eröffnet spannende kreative Möglichkeiten, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Nutzer sollten sich bewusst sein, dass laut § 2 Abs. 2 UrhG der Urheberrechtsschutz nur für persönliche geistige Schöpfungen von Menschen gilt. Das bedeutet, dass ausschließlich KI-generierte Musik ohne menschliche Mitgestaltung rechtlich nicht geschützt ist und von Dritten verwendet werden kann. Dagegen könnte Musik, die mit Unterstützung von KI und unter menschlicher Anleitung erstellt wurde, unter bestimmten Umständen urheberrechtlich schutzfähig sein. Daher ist es wichtig, die Rechteklärung und Lizenzbedingungen der jeweiligen KI-Tools im Blick zu behalten, insbesondere wenn es um die kommerzielle Nutzung geht.
Besonders spannend wird auch die Diskussion über die praktische Anwendung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Produzenten, Labels und Kreativen hilft, die Rechte Dritter zu beachten und entsprechend rechtskonform zu arbeiten. Die Veranstaltung wird sich auch nach den Vorgaben der DSM-Richtlinie der EU richten, die unter bestimmten Bedingungen Text- und Data Mining erlaubt.
Packendes Programm mit vielseitigen Inhalten
Insgesamt werden über 30 Programmpunkte angeboten, die in parallelen Tracks stattfinden. Von Keynotes über Panels bis hin zu Live-Demonstrationen und einem Konzertprogramm – auf den Teilnehmer:innen wartet ein abwechslungsreiches Angebot. Zu den Diskussionen gehören auch Panels mit Experten wie Anja Kathmann, Matthias Hornschuh und David Stammer, die Fragen zu Urheberrecht und kreativer Autorschaft beleuchten werden.
Veranstaltet wird der Kongress vom Zentrum Pop, einem Projekt der SPI A&Q gGmbH, in Zusammenarbeit mit der Filmuniversität Babelsberg. Unterstützt wird die Veranstaltung durch zahlreiche Kooperationspartner wie die Popakademie Baden-Württemberg und Initiativen wie die Initiative Musik sowie den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Für Interessierte bietet sich die Gelegenheit, weitere Informationen und Tickets über die Webseite des Zentrums Pop zu erhalten. Wer Fragen hat, kann sich direkt an Luise Letsch von der SPI A&Q gGmbH wenden.
