Speedfriending an Hochschulen: In sieben Minuten zu neuen Kontakten
Neue Stadt, neue Uni, fremde Gesichter: Für viele Studierende ist der Anfang in Bielefeld aufregend, aber auch ein bisschen einsam. Die katholische Hochschulgemeinde (KHG) Bielefeld veranstaltet deshalb ein Speedfriending für neu zugezogene Studierende. Es soll dabei helfen, Anschluss zu finden und neue Freundschaften zu schließen.
Das Prinzip ist unkompliziert. Jeweils zwei Menschen sitzen sich an einem Tisch gegenüber. Auf den Tischen liegen Zettel mit Fragen, die das Gespräch in Gang bringen sollen – falls der Kopf nach einem langen Tag gerade leer ist. Nach sieben Minuten wechseln die Gesprächspartner. Im Hintergrund läuft Musik, dazu gibt es Essen und Getränke.
Sieben Minuten, dann ein neues Gegenüber
Die kurzen Begegnungen können überraschend direkt sein: ein paar Fragen, ein Lachen, vielleicht eine Gemeinsamkeit – und schon geht es weiter. Niemand muss dabei lange an einem Tisch ausharren, wenn das Gespräch nicht richtig läuft. Ein bisschen Mut gehört trotzdem dazu.
Die KHG Bielefeld versteht sich als offene Gemeinschaft für Studierende, Lehrende und junge Erwachsene. Dort geht es darum, Glauben zu leben und Fragen zu stellen, Gemeinschaft zu erleben und sich zu engagieren. Ebenso gehören Begegnungen und Gespräche über religiöse und allgemeine Themen, spirituelle Impulse, Feiern und Feste zum Angebot.
Willkommen sind Menschen unabhängig davon, ob sie katholisch, andersgläubig oder einfach neugierig sind. Treffen finden jeden Mittwoch statt: Um 19:00 Uhr gibt es einen Feierabend-Gottesdienst, um 20:00 Uhr beginnt das Abendprogramm. Einzelheiten dazu stehen unter „Veranstaltungen“.
Ein ähnliches Format in Flensburg
Wie vielseitig das Konzept eingesetzt wird, zeigt eine weitere Veranstaltung für Studierende: Am Donnerstag, 22. Oktober 2026, findet von 14:00–15:00 Uhr ein Speedfriending im Camelot/Studio+ backstage (HEL 060) an der Universität Flensburg statt. Angesprochen sind besonders Studierende, die neu an der Universität sind oder neue Kontakte suchen.
Auf dem Programm stehen viele kurze Begegnungen, Spiele und Gesprächsthemen sowie Snacks und Getränke. Organisiert wird das Treffen von Tim Lüdeke (i2L). Wer spontan dazukommen möchte, kann zu Beginn kommen; für die bessere Planung wird allerdings eine vorherige E-Mail an i2l-@uni-flensburg.de erbeten. Freundinnen oder Freunde dürfen mitgebracht werden.
Von Dortmund aus betrachtet liegt Flensburg nicht gerade ums Eck. Das Format selbst könnte aber auch an der TU Dortmund funktionieren: ein Tisch, ein paar Gesprächsimpulse, sieben Minuten auf der Uhr – und vielleicht ein Name, den man beim nächsten Mensagang wiedererkennt.
