TUM Diversity Day 2026: Preisverleihung für Vielfalt und Chancengleichheit!
Am 20. Juni 2026 fand an der Technischen Universität München (TUM) der Diversity Day 2026 statt, ein Event, das sich auf die Themen Vielfalt, Wertschätzung und Engagement konzentrierte. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden zwei Preise zur Förderung von Diversität in Führung und Forschung verliehen. Besonders im Fokus stand der TUM Lead with Care Award 2026, der an Führungspersönlichkeiten geht, die sich besonders für die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben einsetzen.
Der Preis soll dazu beitragen, exzellente Talente zu gewinnen und zu halten, indem eine wertschätzende Arbeitskultur geschaffen wird. Die Preisträger in diesem Jahr sind Dr. Astrid Bauer von der TUM School of Life Sciences, Prof. Dr. Lars Mägdefessel, Institutsdirektor der TUM School of Medicine and Health, sowie Prof. Dr. Doris Holzberger von der TUM School of Social Sciences and Technology. Jeder der Preisträger erhielt eine Auszeichnung in Höhe von 1.000 Euro, vergeben durch den TUM Familienservice.
Diversität in der Wissenschaft
Die TUM hat sich als Ziel gesetzt, die Diversität in der wissenschaftlichen Community zu fördern. Dies steht im Einklang mit den Bestrebungen des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), das Maßnahmen zur Bekämpfung der „Leaky Pipeline“ ins Leben gerufen hat. Dieser Begriff beschreibt den Rückgang des Frauenanteils an Hochschulen mit steigendem akademischen Status. So sind aktuell 46% der Doktorandinnen, 36% der Habilitandinnen, aber nur 29% der Professorinnen Frauen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fördert das BMFTR eine Reihe von Initiativen. Dazu gehört das Professorinnenprogramm, das 2023 in die vierte Phase gestartet ist und bis 2030 laufen wird. Dieses Programm umfasst ein Fördervolumen von 320 Millionen Euro und soll mehr Frauen in Führungspositionen unterstützen.
Initiativen zur Chancengleichheit
Das BMFTR hat zudem die Initiative „Vielfalt verbindet“ ins Leben gerufen, die zwischen 2022 und 2024 Projekte zur Stärkung von Chancengerechtigkeit und Vielfalt finanziert. Diese Projekte erhalten Förderungen von bis zu 50.000 Euro für eine Dauer von maximal 18 Monaten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Förderschwerpunkt „Innovative Frauen im Fokus“, der darauf abzielt, die Sichtbarkeit von Frauen in Wissenschaft und Innovation zu erhöhen.
Der langsame, aber stetige Anstieg des Frauenanteils im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zeigt erste Erfolge: Waren es 2002 noch 31% Studienanfängerinnen, stieg dieser Anteil bis 2022 auf 35%. Auch die Patentanmeldungen durch Frauen nehmen Ende 2022 leicht zu, von 6% im Jahr 2013 auf 7,6%.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Diversity Day an der TUM ein Beispiel für die weitreichenden Bemühungen ist, die Diversität in der Wissenschaft zu fördern und Frauen in Führungspositionen sichtbar zu machen. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind vielschichtig, aber die Initiativen auf akademischer Ebene zeigen, dass Fortschritt in Sicht ist.
