Die Universität Hohenheim in Stuttgart hat sich als Vorreiter im Bereich der Internationalisierung in Baden-Württemberg etabliert. Laut Informationen des DAAD ist sie die aktivste Universität im Land bezüglich internationaler Kooperationen. Für das Jahr 2025 hat die Hochschule Förderungen in Höhe von 3,27 Millionen Euro erzielt, was etwa 388 Euro pro Studierenden entspricht. Dies bringt der Universität den ersten Platz in Baden-Württemberg und den 24. Platz bundesweit ein.

Ein bedeutendes Projekt, das zur positiven Entwicklung beiträgt, ist das Fachzentrum Afrika UKUDLA. Es wurde 2025 ins Leben gerufen und zielt darauf ab, nachhaltige Ernährungssysteme zu fördern, wobei es über 707.000 Euro vom DAAD erhält. Gleichzeitig stehen Bedenken im Raum, dass die Pläne des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Einstellung von DAAD-Programmen in den Ländern des globalen Südens bis 2031 die weitere Zusammenarbeit gefährden könnten.

Internationale Mobilität und Förderprogramme

Ein weiterer Erfolg der Universität ist das Mobilitätsprogramm Erasmus+, das mit fast 645.000 Euro gefördert wird und rund 180 Studierenden Auslandsaufenthalte in Europa ermöglicht. Das bilaterale SDG-Graduiertenkolleg CLIFOOD erhält zudem 450.000 Euro für seine außergewöhnliche Arbeit. Die Campus-Initiative BRICKS unterstützt internationale Masterstudierende beim Berufseinstieg mit einer Gesamtförderung von über einer Million Euro bis 2028.

Zusätzlich profitiert das DAAD-Agri-Alumni-Netzwerk, das nachhaltige Landnutzung in Afrika fördert, von 135.000 Euro. Auch spezielle Studiengänge, wie das internationale Promotionsprogramm IPPAE und das AgEcon-Programm, erhalten Unterstützung aus dem EPOS-Programm in Höhe von fast 107.000 Euro. Ein weiteres Projekt beinhaltet die Türkisch-Deutsche Universität in Istanbul, die 100.000 Euro für ihren VWL-Bachelor-Studiengang erhält.

Strategische Ansätze zur Internationalisierung

Im Kontext der zunehmenden Globalisierung wird die Internationalisierung an Hochschulen strategisch betrachtet. Sogar das DAAD hebt hervor, dass diese nicht nur ein Anliegen von International Offices oder einzelnen Lehrenden, sondern eine Querschnittsaufgabe aller Hochschulstrukturen ist, wie DAAD Akademie berichtet. Die strategische Vernetzung von Hochschulen spielt eine entscheidende Rolle, um das internationale Profil zu schärfen und die Position auf dem globalen Bildungsmarkt zu stärken.

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Die neue Bundesländerstrategie zur Internationalisierung, die von 2024 bis 2034 umgesetzt wird, zielt darauf ab, die Attraktivität Deutschlands als Studien- und Forschungsstandort zu erhöhen. Dabei konzentriert sich die Strategie auf vier zentrale Handlungsfelder: Hochschulen als Motoren der internationalen Mobilität, Verbesserung rechtlicher Rahmenbedingungen, Stärkung internationaler Zusammenarbeit sowie die Nutzung der digitalen Transformation. Ein besonderes Augenmerk gilt der Förderung interkultureller Studienprogramme und der Ansprache unterrepräsentierter Gruppen.

Die Maßnahmen an der Universität Hohenheim sind ein Beispiel für die erfolgreichen Schritte in der Internationalisierung und werden kontinuierlich evaluiert, um langfristige Partnerschaften aufzubauen und die Ausbildung zu verbessern.