Die Universität Münster hat ein zukunftsweisendes Projekt ins Leben gerufen, das sich mit der Förderung von übergreifenden Kompetenzen im Lehramtsstudium beschäftigt. Unter dem Titel „Durch Mitgestaltung zur Verantwortungsübernahme: Partizipation als Schlüssel zur Förderung übergreifender Kompetenzen im Lehramtsstudium“ (MIT-PART) wird dieses Vorhaben mit rund drei Millionen Euro von der Hamburger Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ gefördert. Der Projektstart ist für Juli 2026 geplant, und die Laufzeit beträgt vier Jahre, wie uni-muenster.de berichtet.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Förderung von Demokratiebildung, Nachhaltigkeit und beruflicher Orientierung für angehende Lehrkräfte. In Anbetracht der wachsenden Herausforderungen im schulischen Kontext hebt Prof. Dr. Ulrike Weyland, Prorektorin für Studium und Lehre an der Universität Münster, die Notwendigkeit hervor, die Studierenden bestmöglich auf diese Herausforderungen vorzubereiten. Der Aufbau von Verantwortungsbewusstsein unter den Lehramtsstudierenden steht dabei im Mittelpunkt.

Einbindung von Praxispartnern

Im Rahmen des MIT-PART-Projekts sollen konkrete Unterrichts- und Schulszenarien entwickelt werden. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Dozenten, Schulen und weiteren Praxispartnern. Themen wie Desinformation durch künstliche Intelligenz, Konfliktmoderation, Quellenkritik sowie digitale und KI-gestützte Lernumgebungen sind Teil der geforderten Inhalte. Die Studierenden erhalten dabei die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen zu organisieren und die Ergebnisse in interaktiven Formaten wie Podcasts, Berichten oder Videos zu dokumentieren.

Das Projekt ist auch für Studierende im Zwei-Fach-Bachelor zugänglich, auch wenn sie keine Lehramtsausbildung anstreben. Dadurch wird eine breitere Studierendenschaft in den Prozess der Mitgestaltung einbezogen, was die Relevanz des Themas unterstreicht.

Kompetenzerwerb im Blick

Ein weiteres Ziel von MIT-PART ist der Erwerb wichtiger Kompetenzen wie Urteils-, Konflikt- und Kooperationsfähigkeit sowie Problemlösungskompetenz. Hierbei fokussiert das Projekt die Schulung in Mitbestimmung und die Moderation kontroverser Debatten. Die Abwägung nachhaltiger Entscheidungen sowie die konstruktive Bearbeitung gesellschaftlicher Konflikte werden ebenfalls thematisiert.

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Die erworbenen Kompetenzen sollen systematisch beschrieben, in Modulen verankert und durch Prüfungsleistungen sichtbar gemacht werden. Insgesamt unterstützt die Hamburger Stiftung 29 innovative Projekte an verschiedenen Hochschulen mit einem Gesamtvolumen von 84 Millionen Euro. Von den 219 eingereichten Projektanträgen wurde das MIT-PART-Projekt als eines der vielversprechendsten ausgewählt, was die hohe Akzeptanz und die wachsende Bedeutung solcher Bildungsinitiativen verdeutlicht.