Ab dem Wintersemester öffnet die Universität Vechta ihren Hochschulsport für Bürgerinnen und Bürger aus Vechta und der Region. Wer bislang nicht an der Hochschule studiert oder arbeitet, kann dann einen Großteil des regulären Breitensportprogramms nutzen. Die Universität möchte damit die Verbindung zur Region stärken, mehr Menschen in Bewegung bringen und Begegnungen zwischen Hochschulangehörigen und Bürgern ermöglichen.

Studierende und Beschäftigte bleiben dabei die zentrale Zielgruppe. Externe Plätze gibt es nur, wenn die Kapazitäten des jeweiligen Kurses das zulassen – die Öffnung ist ausdrücklich als Ergänzung gedacht. Ausgenommen bleiben spezielle Kooperationsangebote und Tanzkurse.

Von Volleyball bis Hyrox

Auf dem Programm stehen unter anderem Volleyball, Basketball, Fußball und Badminton. Auch Yoga und verschiedene Fitnesskurse gehören dazu. Neu beziehungsweise stärker vertreten sind Padel, Reiten, Golf und Hyrox. Die hochschuleigene Uniliga bleibt bestehen. Für Universitätsbeschäftigte wurden zudem attraktivere Kurszeiten eingerichtet.

Die Anmeldung läuft mit Beginn des Wintersemesters über ein vollständig digitales Buchungssystem. Kurse können online gebucht werden. Externe benötigen dafür eine Hochschulsportkarte, die im Online-Portal 60 Euro pro Semester kostet. Sie berechtigt zur Teilnahme an den freigegebenen Breitensportkursen. Wer erst einmal vorsichtig hineinschnuppern möchte, kann eine Tageskarte für fünf Euro kaufen.

Informationen zum Sportprogramm und zur Online-Anmeldung stehen auf der Internetseite des Zentrums für Hochschulsport. Gerade bei beliebten Kursen dürfte sich ein früher Blick lohnen – die Zahl der Plätze richtet sich schließlich nach dem jeweiligen Angebot.

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Bewegung als Teil der Gesundheitsförderung

Dass Hochschulsport längst mehr ist als ein Ausgleich zwischen zwei Seminaren, zeigt der Blick auf den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh). „Sport und Gesundheit“ haben beim adh und seinen Mitgliedshochschulen einen hohen Stellenwert. Die Hochschulsporteinrichtungen verfügen über langjährige Erfahrungen in zielgruppenspezifischer Gesundheitsförderung und Prävention.

Durch die Bundesrahmenempfehlung der Präventionskonferenz hat das Thema zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Darin werden das Handlungsfeld Hochschule und der Hochschulsport ausdrücklich als einzubeziehende Organisationen genannt. Hochschulen und Hochschulsport sollen mit Bewegungsangeboten die Gesundheit junger Erwachsener nachhaltig fördern und sichern. Der adh unterstützt seine Mitgliedshochschulen dabei.

Der Verband ist außerdem im gesundheitspolitischen Umfeld vernetzt und arbeitet unter anderem mit dem Bundesministerium für Gesundheit sowie der Bundesvereinigung für Prävention und Gesundheitsförderung zusammen. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen will der adh die gesundheitsfördernden Potenziale der Hochschule stärken.

Netzwerke, Pausen und Qualitätssiegel

Für Mitgliedshochschulen bietet der adh mehrere Instrumente an: die Netzwerkarbeit „Gesundheitsförderung“, das Projekt „Pausenexpress“ und Unterstützung bei der Beantragung des Siegels „Sport pro Gesundheit“.

Bei jährlichen Netzwerktreffen können sich Mitarbeitende der Hochschulsporteinrichtungen über aktuelle Entwicklungen austauschen. Konzepte und Angebote werden vorgestellt, inhaltlich und organisatorisch verglichen und auf mögliche Weiterentwicklungen abgeklopft. Nicht spektakulär, aber ziemlich nützlich, wenn aus einer guten Idee ein funktionierender Kurs werden soll.

Den „Pausenexpress“ bieten zahlreiche Hochschulen bundesweit an; sie sind adh-zertifizierte Pausenexpress-Hochschulen. Das Programm richtet sich vor allem an Bedienstete, zunehmend aber auch an Studierende. Es soll die Gesundheit fördern, die Vernetzung des Hochschulsports unterstützen und zur Profilbildung innerhalb der Hochschulen beitragen. Der adh vergibt die Marke „Pausenexpress“ an Hochschulen, die festgelegte Qualitätskriterien erfüllen, und unterstützt sie unter anderem mit Schulungen für Übungsleitende, Workshops und Informationsmaterialien.

Das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ zeichnet gesundheitsorientierte Sportangebote aus. Entwickelt wurde es vom Deutschen Olympischen Sportbund gemeinsam mit der Bundesärztekammer. Es basiert auf festgelegten Zielen und Kriterien und soll Orientierung bei Gesundheitssportprogrammen geben. adh-Mitgliedshochschulen können das Siegel für ihre Präventionsangebote beantragen; der adh-Jugend- und Bildungsreferent unterstützt sie bei Antragstellung und Abwicklung.

Studierende sollen selbst mitgestalten

Zur Gesundheitsförderung gehört beim adh auch die Initiative „Bewegt studieren – Studieren bewegt!“. Seit dem Sommersemester 2017 ist die Techniker Krankenkasse Gesundheitspartner des adh. Entwickelt werden partizipatorische Modelle, die Studierende im Hochschulalltag nachhaltig zu mehr Bewegung bringen sollen.

Die Projekte zielen darauf, Bewegungsanreize zu schaffen und individuelle Ressourcen aufzubauen. Der adh setzt dabei entsprechend dem Präventionsgesetz auf Kooperation, Koordination, Vernetzung und Partizipation. In Vechta beginnt das für Bürgerinnen und Bürger zunächst ganz praktisch: mit einer digitalen Buchung, einer Sporttasche und – je nach Kurs – vielleicht mit dem ersten Aufschlag, einer Yogamatte oder einer Runde Hyrox.