Am 19. Mai 2026 fand die diesjährige Comenius Week an der PH Schwäbisch Gmünd statt. Der Fokus dieser Veranstaltung lag auf Themen wie Mehrsprachigkeit, Diversität und Inklusion in der europäischen Bildung. Dieses Jahr markierte bereits die 19. Durchführung des Formats, das traditionsgemäß Anfang Mai stattfindet. Studierende und Lehrende aus verschiedenen europäischen Ländern, darunter Belgien, die Niederlande, England, Schottland, Spanien, Italien und die Schweiz, nahmen aktiv teil. Auch internationale Austauschstudierende aus nahezu allen Kontinenten waren anwesend, was den internationalen Austausch im Lehramtsstudium unterstrich.

Die Veranstaltungswoche war geprägt von einer Vielzahl an Aktivitäten, die den Teilnehmern neue Perspektiven eröffneten. Dazu gehörten Fachvorträge, Workshops und ein Deutschkurs. Ein Highlight war der Besuch der Staatsgalerie Stuttgart, der den Studierenden einen kulturellen Einblick in die Region gewährte. Ein besonders spannender Programmpunkt war die interkulturelle Stadtrallye, bei der die Vielfalt Schwäbisch Gmünds erkundet wurde.

Internationale Vernetzung und Projektarbeit

Die Projektarbeit in international gemischten Gruppen förderte unterschiedliche Problemlösungsstrategien und Vorstellungen von Zusammenarbeit. Unterrichtsbesuche in Schwäbisch Gmünder Kitas und Schulen wurden als Höhepunkte der Woche hervorgehoben. Studierende hatten zudem die Möglichkeit, bei PH-Studierenden zu wohnen, um deren alltägliches Leben kennenzulernen. Diese persönliche Interaktion spielt eine entscheidende Rolle für die Internationalisierung der PH, wie Dr. Monika Becker, Leiterin des Akademischen Auslandsamts, betonte.

Die Comenius Week hat das Ziel, das Interesse der Studierenden an längeren Auslandsaufenthalten zu wecken. Die „Comenius Association“ unterstützt den Austausch von Studierenden innerhalb Europas und fördert die Internationalisierung der Lehramtsausbildung. Hierzu organisieren Mitgliedshochschulen Projektwochen, die den ausländischen Studierenden Einblicke in die jeweiligen Bildungssysteme und Kulturen bieten und Vernetzungsmöglichkeiten schaffen. Diese interkulturellen Kontakte sollen schließlich zur Entstehung von Schulpartnerschaften und -projekten führen.

Inklusion durch sprachliche Bildung

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Meinungsbildung in der Bildung ist das Projekt „Sprachliche Bildung in mehrsprachigen Kontexten“, das speziell an der Universität Erfurt etabliert wurde. Es ergänzt das Lehramtsstudium um wichtige Kenntnisse zur Mehrsprachigkeit und zum sprachsensiblen Unterrichten. Das Projekt zielt darauf ab, Inklusion durch gezielte sprachliche Bildung zu fördern, insbesondere in einem Kontext, der zunehmend von Diversität geprägt ist.

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In Deutschland sind die Klassenzimmer immer heterogener, was sich durch die Einwanderung seit den 1950er Jahren zeigt. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung, den unterschiedlichen sprachlichen Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden, insbesondere wenn es darum geht, Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln. Die Universität Erfurt hat dies erkannt und entwickelt spezifische Lernumgebungen, um Lehramtsstudierende in der sprachlichen Bildung zu unterstützen.

Im Rahmen dieses Projekts wurden bereits Bestandsaufnahmen und Bedarfsanalysen durchgeführt und erste Ergebnisse im Poster „Sprachliche Bildung in mehrsprachigen Kontexten“ präsentiert. Die Universität bietet auch praxisnahe Workshops an, um Lehrkräfte auf die Herausforderungen einer umfassenden und inklusiven Bildung vorzubereiten. Weitere Informationen sind auf der Projektseite der Universität Erfurt erhältlich.