Vom Erlangen nach Lüneburg: Linn Felgendreher und ihr Weg in die Kulturwissenschaften
Am 9. Juli 2026 hat Linn Felgendreher, eine Absolventin der Leuphana Universität Lüneburg, sich durch ihre beeindruckenden Studien- und Arbeitserfahrungen einen Namen in der Kulturwissenschaft gemacht. Sie war am Leuphana Institute for Advanced Studies (LIAS) tätig, wo sie internationale Wissenschaftler*innen und Künstler*innen unterstützte. Zu ihren Aufgaben gehörten die Organisation von Vorträgen und Konferenzen sowie die Unterstützung beim Einleben der Gäste. Diese wertvollen Erfahrungen führten nicht nur zu einer Vertiefung ihres Verständnisses für die Organisation wissenschaftlicher Arbeiten, sondern auch zur Planung internationaler Forschungsprojekte.
Derzeit arbeitet Felgendreher als wissenschaftliche Volontärin im MMK Frankfurt, wo sie sich mit der Inventarisierung von Kunstwerken beschäftigt. Ihre Tätigkeiten umfassen zudem die Organisation internationaler Leihgaben und die Vorbereitung von Ausstellungen. Besonders interessiert sie sich für die Dokumentation von Performances sowie für die Bewertung von Kunstwerken, die aus Ideen bestehen. Diese Interessen reflektieren die interdisziplinären Ansätze, die sie bereits während ihres Masterstudiums „Kulturwissenschaften: Kritik der Gegenwart“ an der Leuphana verfolgt hat.
Interdisziplinäres Studium und internationale Erfahrungen
Felgendreher stieß auf den Masterstudiengang an der Leuphana, während sie nach einem geeigneten Programm suchte, das philosophische und künstlerische Fragestellungen behandelt. Ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaften in Rom hatte sie nicht erfüllt. Der Master überzeugte sie durch seine Interdisziplinarität und die theoretische Breite. Er bot ihr die Möglichkeit, verschiedene Ansätze zu verbinden und öffnete ihr viele Türen.
Während ihres Studiums engagierte sich Felgendreher aktiv in der studentischen Initiative ArchipelagoLab. Darüber hinaus arbeitete sie als studentische Hilfskraft beim LIAS sowie beim Center for Critical Studies (CCS). Ihre Leidenschaft für Ausstellungen zeigte sich in der Kuratierung der Ausstellung „Sapphic Entanglements“, die sich intensiv mit Geschlecht, Identität und Beziehungen auseinandersetzte.
Forschungsschwerpunkte und -initiativen
Die Fakultät für Kulturwissenschaften an der Leuphana hat sich durch über 100 Wissenschaftler*innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften einen Namen gemacht. Ihr Ziel ist es, die kulturwissenschaftliche Aufgabe im Kontext sich wandelnder soziokultureller Bedingungen weiterzuentwickeln. Dies geschieht durch die Etablierung einer spezifischen kulturwissenschaftlichen Programmatik, die eine Kritik der Gegenwart anstrebt.
Forschung erfolgt in drei verschiedenen Forschungseinheiten, deren Schwerpunkte „Digitale Kulturen“, „Kulturen der Kritik“ sowie die Forschungsinitiative „Kulturen des Konflikts“ sind. Diese Forschungszusammenhänge fördern innovative, kulturwissenschaftlich avancierte Forschung und bieten eine Vielzahl kollaborativer Formate wie Kolloquien, Konferenzen und Summer Schools. Die enge Zusammenarbeit in zahlreichen Drittmittelprojekten ist ein weiterer Beweis für die Dynamik und Relevanz der Fakultät.
Felgendreher hat zudem mehrere internationale Erfahrungen gesammelt. Zu ihren prägnantesten zählt ein Auslandssemester an der American University of Beirut im Libanon sowie die Teilnahme an einer DAAD-geförderten Summer School in Aserbaidschan. Ein Praktikum am Goethe-Institut in Dakar, Senegal, rundete ihre internationale Perspektive ab. Sie betont, dass jede dieser Erfahrungen ihren Blick erweitert hat und sie maßgeblich zur Formung ihrer wissenschaftlichen Identität beigetragen hat.
Mit ihrer beispielhaften Laufbahn veranschaulicht Linn Felgendreher, wie die Kombination aus akademischem Wissen und praktischen Erfahrungen zur persönlichen und fachlichen Entwicklung in der sich ständig wandelnden Welt der Kulturwissenschaften beiträgt.
