Am 8. Mai 2026 fand an der Universität Ulm der „Lange Abend der Wissenschaft“ statt. Diese jährlich wiederkehrende Veranstaltung zog über 2000 Besucher, darunter zahlreiche Familien, an. Der Oberer Eselsberg war mit vielfältigen Angeboten zur Wissenschaft und Forschung belebt. Studierende und Interessierte konnten an Experimenten, Vorträgen und Führungen teilnehmen.

Die Veranstaltung wurde von vier Fakultäten der Universität Ulm organisiert und bot über 40 Stände im Forum der Uni Süd sowie mehr als ein Dutzend Show-Räume und Event-Locations, darunter große Hörsäle. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Mitmachangebote, die speziell für Kinder entwickelt wurden. Hierzu zählten unter anderem die Herstellung von Batterien aus Zitronen, DNA-Extraktion und spannende Programmierspiele.

Vielfältige Angebote und Einblicke in die Wissenschaft

Zusätzlich zu den praktischen Experimenten wurden auch medizinische Einblicke angeboten. Das Trainingshospital TTU stellte Themen wie Notfallmedizin und Humangenetik vor und lud Kinder zu einem medizinischen Detektivspiel ein. Die Möglichkeit, Übungen an Dummies zur Wiederbelebung durchzuführen, fand besonders großen Anklang.

Im Botanischen Garten präsentierten Besucher Pflanzenvielfalt und die Wissenschaftliche Werkstatt bot Einblicke in die handwerkliche Fertigung von Unikaten. Die School of Advanced Professional Studies und das Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung waren ebenfalls vertreten und informierten über berufsbegleitende Ausbildungsangebote.

Themenschwerpunkt: Mathe und digitale Kompetenzen

Ein herausragender Teil der Veranstaltung war der Themenschwerpunkt „M4Night“, der die Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften in den Mittelpunkt stellte. Hier wurden Themen wie mathematische Modellierung und Künstliche Intelligenz behandelt. So entwickelten die Teilnehmer beispielsweise eine App, um das Bewusstsein für kritische Social Media-Nutzung zu schärfen. Verhaltensökonomische Experimente, bei denen Süßigkeiten eingesetzt wurden, machten komplexe Konzepte greifbar.

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Ein Höhepunkt war das Show-Programm „MatheMind“ mit den Mathe-Influencern Johannes Mensing und Josef Naber, die auf unterhaltsame Weise mathematische Phänomene präsentierten. Zudem betonte Professor Julian Nida-Rümelin in seinem Vortrag „Demokratie, Wahrheit und Wissenschaft“ die bedeutende Rolle der Wissenschaft in der Wahrheitsfindung und deren enge Verbindung zur Politik.

Wissenschaftskommunikation als Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe

Die Relevanz von Wissenschaft und Forschung für die Gesellschaft nimmt stetig zu. Laut dem BMFTR hilft eine effektive Wissenschaftskommunikation, gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht nur für die Forschung, sondern auch für den Alltag der Menschen von zentraler Bedeutung. Im Koalitionsvertrag von 2021 wurde Wissenschaftskommunikation als essenziell verankert, um den Austausch zwischen Bürgern und Forschenden zu fördern.

Mit der Initiative „#FactoryWisskomm“ und dem Wisskomm-Campus werden Plattformen geschaffen, um den Dialog über Wissenschaft zu intensivieren. Die Veranstaltung an der Universität Ulm steht exemplarisch für diese Bestrebungen, da sie nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit förderte, sondern auch ein umfassendes Erlebnis für Forschungsinteressierte aller Altersgruppen bot.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Abteilung Marketing der Universität Ulm, unter der Leitung von Vera Löw, die einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit der Wissenschaft und zur Förderung der Bildung in der Region leistet.