Am 30. April 2026 wurde bekannt gegeben, dass Dr. Filip Sośnicki von der Universität Warschau mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs ausgezeichnet wurde. Dieses prestigeträchtige Stipendium ermöglicht es ihm, in den kommenden zwei Jahren am Institut für Photonische Quantensysteme (PhoQS) der Universität Paderborn zu forschen. Laut der Universität Paderborn ist das Stipendium darauf ausgelegt, überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler*innen zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Forschungsprojekte in Deutschland durchzuführen. Bewerber*innen können dabei ihre Vorhaben sowie die Gastgeber*innen eigenständig auswählen.
Prof. Dr. Christine Silberhorn, Sprecherin des PhoQS, begrüßt Sośnickis Wahl und äußert sich positiv über seine Forschung. Dr. Sośnickis Projekt trägt den Titel „On-Chip-Optikpulsformer aus Dünnschicht-Lithiumniobat für Quantenanwendungen“ und zielt darauf ab, einen integrierten optischen Pulsformer zu entwickeln. Eine der zentralen Herausforderungen dieser Forschung besteht in der On-Chip-Integration, um Licht gezielt auf winzigen Chips manipulieren zu können. Die erworbene Technologie soll insbesondere in der Quantenkommunikation Anwendung finden, beispielsweise zur sicheren Verteilung von Quantenschlüsseln.
Herausforderung und Umfeld der Forschung
Sośnicki hebt das hervorragende Arbeitsumfeld am PhoQS hervor, das moderne Einrichtungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit bietet. Prof. Silberhorn leitet die Arbeitsgruppe „Integrierte Quantenoptik“ an der Universität Paderborn, die sich intensiv mit optischen Bauelementen und Methoden für die Quanteninformationsverarbeitung beschäftigt. Diese Forschungsgruppe spielt eine entscheidende Rolle im Bereich Quantenkommunikation, einem Sektor, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, wie auch Forschung IT-Sicherheit Kommunikationssysteme erläutert.
Die digitale Vernetzung in Deutschland erfordert erhöhte Sicherheitsmaßnahmen und Resilienz der Kommunikationsnetze. Zukünftige Quantencomputer haben das Potenzial, herkömmliche kryptografische Verfahren zu durchbrechen, was Quantenkommunikation zu einer Schlüsseltechnologie in der Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung macht. Diese Technologie ist weiterhin ein zentraler Bestandteil des Forschungsrahmenprogramms „Digital. Sicher. Souverän.“ zur IT-Sicherheit.
Bedeutung für die Quantenforschung
Deutschland hat eine Spitzenposition in der internationalen Erforschung der Quantenkommunikationstechnologie inne. Ziel der entsprechenden Fördermaßnahmen ist die Entwicklung marktreifer Lösungen in diesem Bereich sowie der Aufbau einer Innovations- und Wertschöpfungskette. Die Forschung soll anwendungsorientierte Lösungen bereitstellen, die eine Integration von Quantenkommunikationssystemen in Informations- und Kommunikationsnetzwerke (IKT-Netze) vorantreiben.
Darüber hinaus bestehen wichtige Stichtage für die Einreichung von Projektskizzen. In diesem Kontext wird die Koordination von Dachprojekten, einschließlich der Vernetzung von Forschungsarbeiten, als vorrangig erachtet. Es ist wichtig, dass erfahrene Forschungseinrichtungen oder Hochschulen die Verantwortung für diese Projekte übernehmen und Industriepartner einbezogen werden.
Das Humboldt-Forschungsstipendium ist überdies eine wertvolle Möglichkeit für Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern, ihre Forschung für nachhaltige Entwicklung zu verfolgen. Wie die Humboldt-Stiftung aufzeigt, sind speziell Projekte mit großer Entwicklungsrelevanz für die Herkunftsregion von zentraler Bedeutung in der Begutachtung solcher Anträge. Die Entwicklungen im Bereich Quantenkommunikation zeigen hierbei eindrucksvoll den angrenzenden Nutzen für globale Herausforderungen.