Die Fußball-WM 2026 hat bereits jetzt die Erwartungen der Zuschauer in Deutschland geweckt und wird offenbar intensiver verfolgt als die Winter-WM 2022. Dies geht aus einer neuesten Umfrage von Prof. Dr. Markus Voeth von der Universität Hohenheim hervor. Fast 50% der Befragten planen, die Spiele der Nationalmannschaft im Rahmen von Public Viewing zu verfolgen. Ein Zeichen dafür, dass diese Art des Fernseherlebnisses tatsächlich ein Comeback erlebt, insbesondere bei Personen unter 35 Jahren.

Zusätzlich zeigen die Ergebnisse, dass Online-Streaming-Angebote an Bedeutung gewonnen haben. Fast 40% der Teilnehmer messen digitalen Plattformen eine größere Wichtigkeit bei als bei früheren Turnieren. Die Umfrage, die zwischen dem 24. April und dem 10. Mai 2026 durchgeführt wurde und insgesamt 1.000 Personen in Deutschland befragte, ist die siebte ihrer Art seit 2002 und wird in vier Teilen veröffentlicht.

Fernsehen und digitale Medien

Trotz des Anstiegs digitaler Medien bleibt das Fernsehen das wichtigste Medium für die WM, gefolgt von Online-Streaming-Angeboten. Laut der Studie träumen 67% der Erwachsenen zwischen 18 und 75 Jahren davon, die WM zu verfolgen. Besonders hoch ist die Zuschauerzahl bei jüngeren Generationen: 77% der Gen Z (18-24 Jahre) und 71% der Gen Y (25-40 Jahre) möchten sich die Spiele nicht entgehen lassen. Insgesamt suchen 78% der Männer und 58% der Frauen aktiv nach WM-Inhalten.

Interessant ist, dass 38% der Befragten ihr Smartphone zur Information nutzen, während 26% die sozialen Medien einschalten. Hierbei nutzen 54% der Gen Z Social Media, um sich über die WM zu informieren, was zeigt, dass jüngere Zielgruppen eine verstärkte Nutzung dieser Plattformen an den Tag legen, um zusätzliche Inhalte wie Highlight-Clips und Interviews zu konsumieren.

Herausforderungen und Erwartungen

Trotz der Vorfreude auf die WM gibt es auch kritische Stimmen. 38% der Befragten äußern Bedenken hinsichtlich des Angebots an Premium- und Hospitality-Tickets. Sicherheitsbedenken und ungewohnte Anstoßzeiten könnten ebenfalls die Stimmung trüben. Während ältere Befragte zunehmend öffentliche Übertragungen ablehnen, zeigt sich bei jüngeren Zuschauern eine höhere Toleranz gegenüber WM-Themen am Arbeitsplatz. Es wird erwartet, dass im Schnitt 26 Minuten pro Tag für WM-Inhalte während der Arbeitszeit eingeplant werden, was zu fast 12 verlorenen Arbeitsstunden pro Mitarbeitenden führt.

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Die WM bleibt zudem eine attraktive Plattform für Werbung, auch wenn die Werbewirkung als begrenzt wahrgenommen wird. Der stärkste Markenfit wird zwischen Lamine Yamal und Adidas gesehen, und Jürgen Klopp hat sich als beliebtester TV-Experte etabliert, mit einer Durchschnittsbewertung von 4,78 Punkten.

Die umfassende Begleitung durch Medien, Marken und die Marktforschung verdeutlicht den großen Stellenwert, den die WM 2026 in der Gesellschaft einnimmt. Wie marktforschung.de berichtet, setzt die Studie „Publicis More: Fußball-WM 2026“ einen klaren Fokus auf die Nutzungsmuster und das Konsumverhalten rund um das Turnier. Die Vorfreude ist groß, auch wenn innere Konflikte über Public Viewing und Sicherheitsaspekte bestehen. Die WM 2026 verspricht, ein spannendes und äußerst diskutiertes Ereignis zu werden.