Am Montag, den 18. Mai 2026, erwartet die Interessierten eine spannende öffentliche Veranstaltung mit dem Titel „Engineering Life: From Genomes to Organs“. Organisiert im Rahmen der Reihe „Bio(R)evolution – Neue Köpfe, neue Ideen, neue Horizonte“, zeigt die Veranstaltung die neuesten Fortschritte in der biologischen Forschung und deren Anwendungen. Die Vorträge finden im Bertalanffy-Hörsaal des Centre for Organismal Studies, Im Neuenheimer Feld 230, statt und beginnen um 18.00 Uhr.
Insgesamt werden zwei bedeutende Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungsprojekte vorstellen. Professor Rüdiger Rudolf, der eine Professur für Biosensorik an der Technischen Hochschule Mannheim innehat und seit 2024 auch ein kooptiertes Mitglied an der Fakultät für Biowissenschaften der Universität Heidelberg ist, wird die Bedeutung seiner Arbeit für die biomedizinische Forschung und Wirkstoffentwicklung erläutern. Seine Forschungsanstrengungen konzentrieren sich auf die Entschlüsselung komplexer Zell- und Gewebesysteme sowie auf das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Muskulatur. Verwendete Methoden wie moderne bildgebende Verfahren, 3D-Zellkulturen, Organoidmodelle und Biosensorik ermöglichen es ihm, die Lücke zwischen molekularen Prozessen und der biologischen Funktion auf Organeebene zu schließen, so uni-heidelberg.de.
Forschung zu Synthetischer Biologie
Prof. Daniel Schindler, der zuvor die Core Facility MaxGENESYS Biofoundry am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg leitete, wird ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung sprechen. Als Professor für Mikrobiologie an der Fakultät für Biowissenschaften der Ruperto Carola untersucht er synthetische Mikroorganismen und deren Potenziale in der Grundlagenforschung sowie in industriellen Anwendungen. Sein Forschungsschwerpunkt an der Schnittstelle von Synthetischer Biologie und Genomik geht zudem der Frage nach, wie mikrobielle Systeme gestaltet, konstruiert und umprogrammiert werden können. Dabei kombiniert er computergestützte Designprozesse mit DNA-Assemblierung und automatisierten biotechnologischen Ansätzen. Der Vortrag von Prof. Schindler wird die Relevanz dieser Entwicklungen für die moderne Wissenschaft hervorheben.
Nach den Vorträgen von Professores Rudolf und Schindler, die jeweils 20 bis 25 Minuten beanspruchen, wird eine moderierte Podiumsdiskussion stattfinden. Hierbei wird der gesellschaftliche Einfluss der Forschungsarbeiten erörtert. Der Austausch bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, direkt mit den Referenten und anderen Fachleuten ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen poses zu stellen.
Die Veranstaltung verspricht, sowohl für Wissenschaftler als auch für die breite Öffentlichkeit aufschlussreiche Einblicke in die komplexe und faszinierende Welt der biologischen Forschung zu geben. Interessierte sind herzlich eingeladen, an diesem informativen Abend teilzunehmen und die Entwicklungen im Bereich der Biosensorik und Synthetischen Biologie zu verfolgen.