Am 20. April 2026 wurde das Forschungsprojekt FPOplus (Fahrplanoptimierung „plus“) der HafenCity Universität Hamburg erfolgreich abgeschlossen. Dieses richtungsweisende Projekt zielt darauf ab, das Nutzererlebnis an Bahnhöfen durch innovative Digitaltechnologien erheblich zu verbessern. In einer interaktiven Präsentation in der Gleishalle Oberhafen in Hamburg stellten Staatssekretär Thomas Jarzombek und Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow die Ergebnisse vor. Das Projekt wurde durch die Förderlinie ImmoNT des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) unterstützt.

Zu den beteiligten Institutionen gehören neben der HafenCity Universität Hamburg auch die Technische Universität Hamburg, die Universität zu Lübeck, die RPTU Kaiserslautern-Landau und die Deutsche Bahn AG. Ein hoher Anteil der überfüllten Bahnhöfe und Züge, besonders bedingt durch die Einführung des 9-Euro- und 49-Euro-Tickets, stellte die Forscher vor große Herausforderungen. Das Projekt identifizierte Veränderungen im Fahrgastverhalten sowie in der Prognostizierbarkeit von Abfahrts- und Ankunftsorten.

Technologische Fortschritte zur Optimierung des Reisens

Ein zentraler Aspekt der Forschung war die technologische Verzahnung von Sensorik, Funk- und 5G-Technologie, digitalen Zwillingen, Data Lakes und Künstlicher Intelligenz. Diese Technologien ermöglichen die Entwicklung intelligenter Prognosemodelle zur Steuerung der Fahrgastströme und tragen zur Verbesserung der Auslastung von Nahverkehrs- und Regionalzügen bei.

Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Implementierung eines Ampelsystems und die Entwicklung von Apps mit Indoornavigation. Diese Lösungen sollen die Sicherheit der Reisenden erhöhen und Verspätungen reduzieren. Besonders wichtig ist die Schaffung eines Indoor-Navigationssystems, das das Gedränge an Bahnhöfen verringern und die Orientierung, insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, verbessern soll. Das Testfeld, das während des Projekts entwickelt wurde, könnte als Vorbild für weitere Bahnhöfe dienen.

Die Rolle der Digitalisierung in der Mobilität

Zusätzlich beleuchtet eine Analyse von digital-strategy.ec.europa.eu, inwiefern die Digitalisierung die Mobilität verändert. Fortschritte in Technologien wie Künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge, Cloud- und Edge-Computing sowie 5G stehen im Mittelpunkt dieser Transformation. Autonome Fahrzeuge und neue Transportlösungen, wie Robotertaxis und vernetzte Lastkraftwagen, könnten einen grundlegenden Wandel in der Mobilitätslandschaft bewirken.

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Durch digitale Plattformen entstehen neue Mobilitätsdienste, die Anbieter und Nutzer von Mobilität zusammenbringen. Das Konzept der Mobility as a Service (MaaS) fördert nahtloses Reisen und den Zugang zu umweltfreundlicheren Alternativen. Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die Digitalisierung bringt auch Sicherheits- und Datenschutzbedenken mit sich, die adressiert werden müssen, um die gesellschaftliche Akzeptanz für neue Technologien zu gewährleisten.

Insgesamt zeigt das FPOplus-Projekt, wie eng die Zukunft der Mobilität mit den Fortschritten in digitalen Technologien verknüpft ist. Während Deutschland mit seinen Initiativen zur Digitalisierung auf einem guten Weg ist, wird eine enge Zusammenarbeit zwischen allen europäischen Akteuren notwendig sein, um innovative Mobilitätslösungen erfolgreich zu implementieren und die CO2-Emissionen signifikant zu senken.