Mit dem neuen Erweiterungsfach „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wird ein wichtiger Schritt in Richtung zukunftsfähiger Bildung unternommen. Der Studiengang, der sich an Lehramtsstudierende ab dem 3. Semester sowie an Praktiker richtet, zielt darauf ab, die Herausforderungen des Klimawandels sowie die Förderung von Demokratiebildung zu adressieren. BNE ist nicht nur in verschiedenen Fächern wie Geographie, Biologie und Technik eingebettet, sondern verfolgt auch einen ganzheitlichen Ansatz für die Schulentwicklung.
Gemäß den Informationen von KU wird empfohlen, die gesamte Institution Schule in die Entwicklung von nachhaltigen Projekten einzubeziehen. Wichtige Module des Studiengangs, die 45 ECTS-Punkte umfassen, sind Praxisexkursionen zu Vorreiterschulen, die bereits BNE implementiert haben. Zudem werden Kooperationen mit verschiedenen Lehrstühlen und Studiengängen, wie dem Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung und der School of Transformation and Sustainability, gepflegt.
Relevanz von BNE für die Bildungsgemeinschaft
Bildung für nachhaltige Entwicklung fördert nicht nur umweltfreundliches Handeln, sondern auch soziale Aspekte wie Chancengleichheit und Lebensqualität. Diese Programme sind Teil des vierten Ziels der Vereinten Nationen für hochwertige Bildung und korrelieren mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), die 2015 verabschiedet wurden. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, welches die Umsetzung der UNESCO-Programme für BNE in Deutschland koordiniert, ist es das Ziel der Bundesregierung, BNE in allen Bildungsbereichen strukturell zu verankern. BNE befähigt Menschen, die Auswirkungen ihrer Handlungen auf die Umwelt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, so das Ministerium in BMBF.
Mit BNE im Lehramtsstudium können künftige Lehrerinnen und Lehrer wertvolle Kompetenzen erlangen, die über den klassischen Lehrplan hinausgehen. Dazu zählen die praktische Umsetzung von nachhaltigen Konzepten wie energiesparendes Gebäudemanagement und nachhaltiger Pausenverkauf. Durch die Einbindung von Eltern und die Zusammenarbeit mit der Stadt sowie Gemeinde wird die Bildungsgemeinschaft aktiv in die Projekte integriert.
Zukunftsperspektiven und Anbieter
Das neue Studium wird mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen und hat das Potenzial, bereits bestehende Initiativen an Schulen, wie FairTrade- oder Klimaschulen, voranzutreiben. Einige Schulen bieten Deputatsreduktionen für die Koordination von BNE-Projekten an und sorgen so für eine verstärkte Implementierung von nachhaltigen Bildungskonzepten. Durch digitale vhb-Kurse, die in Zusammenarbeit mit mehreren Universitäten entwickelt wurden, wird eine weitere Dimension des Studiengangs erschlossen.
Insgesamt liegt ein klarer Fokus auf der aktiven Mitgestaltung der Studierenden, die so lernen, wie sie die Prinzipien der Nachhaltigkeit in ihrem zukünftigen Beruf integrieren können. Weitere Informationen dazu sind unter ku.de/lehramt-bne verfügbar, was Interessierten den Zugang zu diesem zukunftsträchtigen Studium erleichtert.