Heute, am 19. Oktober 2026, geht es bei „Die Höhle der Löwen“ wieder um große Zahlen, kleine Flaschen, eine Pizza für den Heißluftkorb und die Frage, wie viel Bewegung eigentlich in ein Einkaufsguthaben passt. Folge 7 der 20. Staffel – zugleich Folge 181 – läuft von 20:15 Uhr bis etwa 23:15 Uhr auf VOX. Bei RTL+ Premium ist die deutsche Streaming-Premiere bereits seit dem 12. Oktober 2026 verfügbar.

Fünf Startups treten an und verlangen zusammen 1.510.000 Euro. Ob daraus tatsächlich Deals werden, stand zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht fest. Moderiert wird die Sendung von Amiaz Habtu, Regie führte Dirk Ludwig. Als Gäste sind Dieter Könnes, Alexander Wulf, Ronny Schreiber und Steffen Baumgart dabei.

Pizza, Espresso und ein Rasierer für Berlin

Den Auftakt macht Fryzza aus Baesweiler bei Aachen. TV-Moderator Dieter Könnes (54), Sternekoch Alexander Wulf (43) und Sommelier Ronny Schreiber (44) haben eine rechteckige Tiefkühlpizza entwickelt, die ohne Falten oder Zerschneiden in den Korb einer Heißluftfritteuse passt. Eine praktische Idee für alle, die beim Öffnen der Tiefkühltruhe nicht erst Geometrie studieren wollen.

Laut VOX setzte das Team innerhalb von sechs Monaten 500.000 Euro um. Verkauft wird über den Handel, unter anderem bei Globus und bofrost. Im Oktober 2026 kostet ein Doppelpack Margherita bei Globus ab 1,99 Euro, Salami und Veggie liegen dort bei 2,99 Euro. Die Veggie-Variante kostet bei bofrost 3,99 Euro. Nach Unternehmensangaben ist Fryzza inzwischen in rund 700 Märkten in Deutschland und Österreich erhältlich. Dafür wollen die Gründer 350.000 Euro und bieten zehn Prozent an – eine Bewertung von 3,5 Millionen Euro.

Bei Kölsche Koks aus Köln wird es flüssig und koffeinhaltig: Nicolas Lutz und Maximilian Koeser bringen einen trinkfertigen Espresso Martini in der Flasche vor die Löwen. Entwickelt wurde das Getränk aus dem Angebot der Kölner Kneipe Zappes. Bis zur haltbaren Abfüllung dauerte es nach Angaben der Gründer mehr als ein Jahr. Neben Kölsche Koks betreiben sie die Biermarke Zappes und drei Gastronomiebetriebe.

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Im Oktober 2026 kostet eine 0,7-Liter-Flasche 19,99 Euro, eine Packung mit 16 kleinen Fläschchen 15,99 Euro. Nach Unternehmensangaben steht das Produkt in mehr als 500 Gastronomien und bei Händlern. Der Umsatz der vergangenen zwölf Monate lag laut t-online bei über einer Million Euro. Gefordert werden 600.000 Euro für zehn Prozent, was einer Unternehmensbewertung von sechs Millionen Euro entspricht.

Razeco aus Berlin setzt auf einen Systemrasierer, dessen Klingenkopf laut Hersteller zu 99 Prozent aus biobasiertem Material besteht. Louisa Haisch, Victor Haisch und Ivo Lovric verweisen dabei auf das Siegel „OK biobased“ des TÜV Austria. Das Starterkit kostet im Oktober 2026 14,99 Euro, das Klingenabo 9,99 Euro; Ersatzklingen gibt es im Abo ab 2,25 Euro pro Stück. Für die Varianten „face“ und „body“ gilt derselbe Preis.

Erhältlich ist Razeco nach Unternehmensangaben bei Budnikowsky, Rossmann und Amazon. Die Gründer verlangen 30.000 Euro für zehn Prozent und setzen ihr Unternehmen damit mit 300.000 Euro an. Für diesen Pitch werden Judith Williams, Janna Ensthaler, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel und Frank Thelen genannt.

Bewegung wird zum Einkaufsguthaben

Aus Lustenau in Österreich kommen Karim Allouche (48) und seine Tochter Mia (18) mit „Move to Pay“, auch als move2pay bezeichnet. Die kostenlose App für iOS und Android wandelt Laufen, Radfahren und Training in Einkaufsguthaben um. Dieses Guthaben lässt sich bei Partnermarken einsetzen, ein Restbetrag wird ganz normal bezahlt.

Geld verdient das Unternehmen über eine Servicepauschale von bis zu 6,90 Euro pro Bestellung. Nach eigenen Angaben hat die App mehr als 50.000 Nutzer und bereits über 37.000 Bestellungen verzeichnet; 1.021.798 Euro seien durch Bewegung bezahlt worden. Die Wirtschaftsagentur WISTO nennt rund 80 Shop-Partner. Bundesliga-Trainer Steffen Baumgart (54) unterstützt das Duo als Testimonial.

Für zehn Prozent Firmenanteile fordern Vater und Tochter 350.000 Euro, entsprechend einer Bewertung von 3,5 Millionen Euro. Laut VOX zeigen mehrere Löwen Interesse – und zwischen ihnen kommt es zu einem Bieterkampf. Da dürfte es am Tisch kurz ungemütlich werden, auf die angenehme Art.

Ein Hockurinal ohne Spülung

Missoir aus Berlin wird von Lena Olvedi vorgestellt. Ihr Produkt ist ein bodengleich eingebautes Hockurinal für Frauen, das ohne Spülung auskommt. Seit 2018 arbeitet sie an Prototypen und Schutzrechten, seit 2022 wird das System auf Festivals und in Berliner Clubs eingesetzt.

Missoir verkauft ausschließlich an gewerbliche und öffentliche Kunden. Einen festen Listenpreis gibt es nicht; entscheidend sind Anzahl, Ausführung und Zubehör. Nach Angaben des Unternehmens kann eine Toilettenspülung bis zu zehn Liter Trinkwasser verbrauchen – auch beim Urinieren. Olvedi verlangt 180.000 Euro für 20 Prozent, was einer Unternehmensbewertung von 900.000 Euro entspricht.

Was die Zahlen vor Folge 7 sagen

In den ersten sechs Folgen der Staffel standen 34 Teams auf der Bühne. 17 schlossen in der Sendung einen Deal ab – eine Quote von 50 Prozent. Überträgt man diese Statistik auf die fünf Pitches des Abends, wären zwei bis drei Deals möglich. Mehr ist daraus nicht sicher abzulesen, zumal die Besetzung in dieser Staffel von Pitch zu Pitch wechselt.

Startup Forderung Bewertung
Fryzza 350.000 Euro für 10 Prozent 3,5 Millionen Euro
Move to Pay 350.000 Euro für 10 Prozent 3,5 Millionen Euro
Kölsche Koks 600.000 Euro für 10 Prozent 6 Millionen Euro
Razeco 30.000 Euro für 10 Prozent 300.000 Euro
Missoir 180.000 Euro für 20 Prozent 900.000 Euro

Die Gesamtsumme der Forderungen beträgt 1.510.000 Euro. Ob ein Handschlag im Studio später auch einen Vertrag ergibt, ist allerdings eine andere Sache. Nicht alle in der Sendung vereinbarten Deals werden nach dem Drehtag abgeschlossen. Falsche Angaben der Gründer zum Unternehmen, ein bereits vorhandenes Konkurrenzprodukt oder fehlende Einigung über den Vertrag können Gründe für das Scheitern sein.

Auch ohne Deal kann ein Auftritt Aufmerksamkeit und zusätzliche Kunden bringen. Die meisten Unternehmen, die eine Einladung zur Sendung erhalten haben, sind weiterhin am Markt aktiv.

Wer selbst vor die Löwen möchte, kann sich ganzjährig und kostenlos über das Produktionsunternehmen bewerben. Gesucht werden ein fertiges oder fast fertiges Produkt, belastbare Geschäftszahlen und eine klare Vorstellung vom angestrebten Deal. Einzelpersonen und Teams können sich mit innovativen Produkten für einen Deal mit einem oder mehreren Investoren bewerben. Die Produkte sollen neuartig sein und noch nicht regulär im Handel erhältlich sein.

Die Bewerbung läuft online über die Sony Pictures Film und Fernseh Produktions GmbH. Im Formular werden unter anderem Name, Adresse, Beruf, Handynummer und E-Mail-Adresse abgefragt, außerdem Informationen zum Geschäftsmodell oder Produkt, die Gründungsgeschichte und die gewünschte Finanzierung. Produktfotos, ein eigenes Video oder ein YouTube-Link können zusätzlich eingereicht werden. In der Jury sitzen bekannte Investoren, die bereits in Start-ups und deren Produkte investiert haben.

Von der FU Berlin aus betrachtet wirkt die heutige Folge damit wie ein ziemlich breiter Streifzug durch den Gründeralltag: Pizza, App, Spirituose, Rasierer und Sanitärtechnik – fünf Ideen, fünf Bewertungen, fünf Nervenkitzel-Momente. Und irgendwo zwischen Espresso-Martini-Fläschchen und Trainingskilometern