Inova-Messe an der TU Ilmenau: Vom Automatisierungsstand zum Berufseinstieg
In der Campusturnhalle der TU Ilmenau ist kurz vor zehn Uhr noch dieses geschäftige Gewusel zu spüren, das Karrieremessen so eigen macht: Kabel werden geprüft, Broschüren zurechtgelegt, letzte Handgriffe am Stand erledigt. An vielen Tischen locken kleine Giveaways – Stifte, Zollstöcke und Snacks liegen bereit. Praktisch, ein bisschen bunt, und vermutlich nimmt fast jeder Besucher irgendetwas davon mit.
Martin Schilling und Richard Nagel von der BN Automation AG aus Ilmenau bereiten kurz vor der Öffnung um 10 Uhr ihren Messestand vor. Das Unternehmen entwickelt Automatisierungslösungen für fließende Medien. Gemeint sind unter anderem Gas, Wasser und Strom, aber auch Milch und Bier. Zwischen technischen Gesprächen und den üblichen Messegeschenken geht es in Ilmenau also um Anlagen und Anwendungen, die im Alltag oft erst auffallen würden, wenn sie nicht funktionieren.
Vom Campusrundgang bis zum konkreten Job
Die Inova-Messe zeigt, wie nah Studium, regionale Unternehmen und Berufseinstieg beieinanderliegen können. Wer durch die Halle geht, trifft nicht nur auf große Namen, sondern auch auf Arbeitgeber aus dem Mittelstand – und auf Firmen, deren Tätigkeitsfelder zunächst weniger bekannt sind. Ein Gespräch am Stand kann da schneller Klarheit schaffen als eine lange Suche im Netz.
Für Studierende lohnt es sich, nicht planlos von Tisch zu Tisch zu laufen. Der Kalender für 2026 empfiehlt, etwa eine Woche vor einer Messe die Ausstellerliste anzusehen, 8 bis 12 Zielunternehmen auszuwählen und für jedes davon eine konkrete offene Stelle zu recherchieren. Anforderungen und zuständiges Team sollten notiert werden; außerdem sind zwei oder drei Fragen pro Stelle hilfreich. Am Stand selbst: kurz vorstellen, nach der Position fragen, zuhören, Interesse an einer Bewerbung äußern und den Namen der Kontaktperson aufschreiben.
Die Bewerbung sollte noch am selben Abend oder spätestens am Folgetag an diese Kontaktperson gehen und auf das Gespräch bei der Messe Bezug nehmen. Direkte Vorstellungsgespräche am Messestand sind selten. Wichtiger sind der persönliche Kontakt und ein konkreter Bezug zur Bewerbung. Vier bis fünf konzentrierte Stunden gelten als vernünftige Dauer für einen Messetag – danach wird der Kopf ohnehin langsam matschig.
Ein dichtes Messejahr 2026
Deutschlandweit finden 2026 laut dem im Mai 2026 aktualisierten Kalender mehr als 150 Jobmessen statt. Das Angebot reicht von Generalisten für alle Berufsphasen – etwa der Jobmesse-Serie, der Berliner Jobmesse und der Jobmesse Kompakt – über Fach- und Führungskräftemessen wie Karrieretag und Recruiting Tag bis zu Hochschulmessen wie Connecticum, IKOM, konaktiva, bonding und dem Absolventenkongress. Dazu kommen kuratierte Top-Talent-Messen wie CAREER Venture sowie Spezialveranstaltungen für IT, Engineering, Frauen, Familienunternehmen und Life Sciences.
Die Jobmesse-Serie macht unter anderem in Hannover, Hamburg, München, Berlin und Köln Station. Dort präsentieren sich regionale Mittelständler, Konzerne und Personaldienstleister. Die Berliner Jobmesse bringt mehr als 100 Aussteller zusammen und findet 2026 im Februar und Oktober statt. Jobmesse Kompakt setzt auf regionale Termine in Leverkusen, Siegen, Hagen, Krefeld und Gelsenkirchen. Der Karrieretag ist an mehr als 25 Standorten vertreten und richtet sich an Fach- und Führungskräfte mit Berufserfahrung; die Termine sollten kurzfristig auf karrieretag.org geprüft werden.
Für den akademischen Nachwuchs sind die großen Hochschulmessen interessant: Connecticum Berlin kommt auf mehr als 300 Aussteller und hat 2026 vier Ausgaben. Bei der IKOM TU München stehen vom 22. bis 25. Juni mehr als 320 Unternehmen bereit, der Eintritt ist kostenlos. Die konaktiva TU Darmstadt findet vom 5. bis 7. Mai statt, zählt mehr als 230 Aussteller und konzentriert sich auf IT, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Wirtschaft. bonding ist am 5. bis 7. Mai in Dresden, am 2. Juni in Erlangen-Nürnberg und vom 3. bis 5. November in Aachen vertreten – technisch ausgerichtet und kostenlos.
Als drei große studentische Messen mit jeweils mindestens 300 Ausstellern nennt der Kalender Connecticum, IKOM und bonding Aachen. Daneben kommt bonding Dresden auf mehr als 100, bonding Erlangen-Nürnberg auf etwa 80 Aussteller. Der Absolventenkongress gastiert in Stuttgart, Hamburg, Frankfurt, München und Köln, mit Schwerpunkt auf Traineeprogrammen und Direkteinstieg. Der Karrieretag Familienunternehmen in Neckarsulm ist nur nach Bewerbung zugänglich.
Auch die spezialisierten Formate sind dicht verteilt: CAREER Venture bietet mehrere kuratierte Veranstaltungen für Top-Absolventen und Young Professionals in Business & Consulting, IT, Finance und Women. Die herCAREER Expo findet am 22. und 23. Oktober in München statt und hat mehr als 350 Aussteller. FEMWORX in Hannover am 23. und 24. April richtet sich an Frauen in MINT-Berufen, SHINE Female steht am 13. März in München im Kalender. women&work findet in Frankfurt statt, der Termin soll auf der Veranstalterseite geprüft werden. Karrieretage Life Sciences gibt es in Berlin und Wuppertal, Karrieretage Bauwirtschaft ebenfalls in Berlin und Wuppertal. Der Recruiting Tag kommt an sechs Standorte für Ingenieurinnen, Ingenieure sowie technische Fach- und Führungskräfte. Online läuft am 23. April der jobvector career day mit Schwerpunkt MINT und Medizin.
Der Kalender von Januar bis Dezember
Der Jahresauftakt sah am 23. und 24. Januar die Jobmesse Leipzig, am 31. Januar die Jobmesse Hannover. Im Februar folgten am 7. und 8. die Jobmesse München, am 18. die Jobmesse Hamburg, am 20. und 21. die Jobmesse Berlin sowie am 25. Nürnberg, am 26. Dresden und am 28. Essen.
Im März standen am 4. Magdeburg mit der Jobmesse sowie Essen und Duisburg mit dem Karrieretag an. Am 5. folgten Augsburg und Berlin mit dem Karrieretag, am 7. Stuttgart und Chemnitz mit der Jobmesse. CAREER Venture Business & Consulting war am 9. März in Frankfurt, die Jobmesse am 12. in Rostock und SHINE Female am 13. in München. Am 14. gab es Jobmessen in Halle sowie vom 14. bis 15. in Lübeck. Karrieretage folgten am 19. in Bonn und Bielefeld sowie am 26. in Düsseldorf. Jobmessen gab es am 21. in Frankfurt, vom 21. bis 22. in Köln und am 28. in Erfurt.
Der April begann mit der Jobmesse Oldenburg am 11. und 12. sowie CAREER Venture Information Technology in Frankfurt am 13. Karrieretage folgten am 14. in Wuppertal, am 15. in Hannover und Karlsruhe und am 16. in Köln und Koblenz. Dortmund hatte vom 18. bis 19. eine Jobmesse. Connecticum lief vom 21. bis 30. April in Berlin. Am 22. fanden Karrieretage in Bremen und Dortmund statt, am 23. in Leipzig, Mainz und Köln; ebenfalls am 23. ging der jobvector career day online über die Bühne. FEMWORX war am 23. und 24. in Hannover, der Absolventenkongress am 28. und 29. in Frankfurt. Den Monat beschlossen Karrieretage am 29. in Hamburg und Frankfurt.
Im Mai trafen sich bonding in Dresden und die konaktiva in Darmstadt vom 5. bis 7. Mai. Am 7. gab es in Essen einen Karrieretag, am 9. und 10. die Jobmesse Emsland in Lingen. Der Absolventenkongress kam am 13. nach Stuttgart. Karrieretage folgten am 19. in München und Mannheim, am 20. in Berlin mit dem Schwerpunkt Life Sciences und am 21. in Kassel. Ebenfalls am 21. standen in Berlin der Karrieretag Bauwirtschaft und in Hamburg der Absolventenkongress auf dem Plan. Koblenz und Kiel waren am 28. mit Karrieretagen an der Reihe, Berlin am 30. und 31. mit der Jobmesse Berlin Frühjahr.
Im Juni gab es am 1. CAREER Venture Controlling & Finance in Frankfurt, am 2. bonding in Erlangen-Nürnberg und am 3. einen Karrieretag in Aachen. Hannover hatte vom 6. bis 7. eine Jobmesse, Wuppertal am 10. den Karrieretag Life Sciences NRW und am 11. den Karrieretag Bauwirtschaft NRW. Münster folgte am 13. und 14. mit einer Jobmesse
