Klimaschutzfonds an der FU Berlin: 270.000 Euro für grüne Projekte!
In der Freien Universität Berlin tut sich etwas. Ab dem 1. Januar 2026 wird ein interner Klimaschutzfonds eingerichtet, der ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz setzen soll. Dieser Fonds wurde vom Präsidium der Universität beschlossen und wird CO₂-Emissionen der Universitätsmitglieder aus dem Campusbetrieb, Papierverbrauch und Dienstreisen mit 30 Euro pro Tonne belegen. Prof. Dr. Günter M. Ziegler, der Präsident der Universität, betont, dass trotz finanzieller Herausforderungen Klimaschutz und Biodiversität auf der Agenda ganz oben stehen müssen. „Da liegt was an“, sagt Ziegler, der die zentrale Bedeutung dieser Themen für das Lehren und Forschen hervorhebt.
Der Klimaschutzfonds wird jährlich etwa 270.000 Euro zur Verfügung stellen, um innovative Projekte in den Bereichen Campus-Infrastruktur, Biodiversität, nachhaltige Mobilität sowie Bildung und partizipative Nachhaltigkeit zu fördern. Dabei handelt es sich vor allem um Maßnahmen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. So sollen neue Ideen und Initiativen unterstützt werden, um die Klimaschutzaktivitäten der Universität zu stärken und zukunftsfähig zu machen.
Erfolge und Zukunftsperspektiven
Bereits seit 2001 hat die Freie Universität ihren Energieverbrauch signifikant um 32 Prozent gesenkt, wodurch im Jahr 2025 Einsparungen von 7,5 Millionen Euro erzielt wurden. Diese Erfolge sind Teil des umfassenden Nachhaltigkeitsleitbildes der Universität, das 2016 ins Leben gerufen wurde. Zudem hat die Universität 2019 eine Klimanotstandserklärung veröffentlicht und zählt zu den wenigen Hochschulen in Deutschland, die regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte erstellt und ein EMAS-zertifiziertes Umweltmanagement vorweisen können.
Die erwarteten CO₂-Emissionen der Universität liegen ab 2026 bei etwa 9.000 Tonnen. Eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe wird die anspruchsvollsten Projekte identifizieren, die im Rahmen des Klimaschutzfonds gefördert werden. Dieses ambitionierte Verfahren zeigt, dass die Freie Universität Berlin nicht nur redet, sondern handelt.
In einem breiteren Kontext, wie bundesfinanzministerium.de berichtet, hat die Bundesregierung mit ihren Grünen Bundeswertpapieren bedeutende Schritte unternommen. Am 13. Mai 2026 wurde der Allokationsbericht für die 2025 emittierten Papiere veröffentlicht, der darüber informiert, in welche Projekte und Maßnahmen diese Mittel investiert wurden. Diese Initiativen sind Teil einer umfassenden nachhaltigen Finanzpolitik, die darauf abzielt, einen positiven Einfluss auf Klima, Umwelt und Natur auszuüben.
Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, unterstützt von verschiedenen Ressorts, ist ein weiterer Baustein, um Deutschland als führenden Standort für nachhaltige Finanzen zu etablieren. Bundesregierung.de hebt hervor, wie wichtig eine kohärente und zielgerichtete Vorgehensweise ist, um nicht nur ökonomische, sondern auch soziale und ökologische Ziele miteinander zu verbinden. Damit wird deutlich, dass Fortschritte in der Nachhaltigkeit auch auf politischer Ebene angestrebt werden, was letztlich in die Aktivitäten der Freien Universität Berlin einfließt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Freie Universität Berlin durch die Einführung des Klimaschutzfonds einen entscheidenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft macht. Mit klaren finanziellen Mitteln und einem starken Bekenntnis zu Klimaschutz und Biodiversität setzt die Institution ein Zeichen, das weit über die Campusgrenzen hinausreicht.
