Noam Zadoff beleuchtet Israels goldene Jahre auf den Bühnen der Popkultur
Am 25. Januar 2027 wird Noam Zadoff im Palais Claudiana in Innsbruck seinen Habilitationsvortrag halten. Beginn ist um 17:15 Uhr. Sein Thema lautet: „Die goldenen Jahre: Israel auf den internationalen Bühnen der Popkultur“.
Der Vortrag findet in der Herzog-Friedrich-Straße 3, 6020 Innsbruck, statt. Begrüßt und vorgestellt wird Zadoff von Univ.-Prof. Mag. Dr. Dirk Rupnow. Wer dabei sein möchte, muss sich noch gedulden: Informationen zur Anmeldung und weitere Details zum Vortrag folgen.
Ein Historiker zwischen Jerusalem, Bloomington und Innsbruck
Noam Ariel Zadoff, geboren 1974, ist israelischer Historiker und Hochschullehrer. Seit 2026 ist er assoziierter Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck; außerdem wird er als Assistenzprofessor an diesem Institut geführt.
Seinen akademischen Weg begann Zadoff an der Hebräischen Universität Jerusalem. Dort studierte er Jüdische Studien, Geschichte und Religionswissenschaft, schloss 2002 mit dem Bachelor und 2005 mit einem Master in Germanistik ab. 2011 promovierte er in Geschichte beziehungsweise Geschichtswissenschaften.
Es folgten unter anderem ein Gast-Fellowship an der University of California, Berkeley, sowie eine Tätigkeit als Gastprofessor für Israel- und Nahoststudien an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 2014 bis 2018 war Zadoff Assistenzprofessor für Jüdische Studien und Geschichte an der Indiana University Bloomington.
Seit 2018 ist er an der Universität Innsbruck tätig: zunächst als AIANI-Fellow, ab 2019 als Assistenzprofessor. 2026 habilitierte er sich. An der Indiana University Bloomington war Zadoff außerdem Gründungsdirektor des „Olamot Center for Scholarly and Cultural Exchange with Israel“.
Popkultur, Zionismus und jüdische Geschichte
In seiner Forschung beschäftigt sich Zadoff mit der Ideen- und Kulturgeschichte des Staates Israel sowie mit der Geschichte des Zionismus und des zionistischen Denkens. Der angekündigte Vortrag über Israels Auftritte auf internationalen Bühnen der Popkultur führt damit in ein Feld, in dem politische Geschichte, kulturelle Bilder und öffentliche Wahrnehmung eng ineinandergreifen.
Zu seinen vielfach ausgezeichneten Arbeiten gehört das Buch „Gershom Scholem. From Berlin to Jerusalem and Back“, das 2017 bei Brandeis University Press erschien. Gemeinsam mit Mirjam Zadoff, mit der Noam Zadoff verheiratet ist, gab er außerdem Scholar and Kabbalist. The Life and Work of Gershom Scholem heraus. Der Band erschien 2019 bei Brill in Leiden, ISBN 978-9-004-38739-3.
Eine weitere genannte Veröffentlichung ist „Panther im Exil. Israel-Studien und jüdische Geschichte“, erschienen 2020 in Israel-Studien. Kultur – Geschichte – Politik, herausgegeben von Michael Brenner und anderen.
Auszeichnungen und Kontakt
Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt Zadoff mehrere Preise. 2004 bekam er den Moshe-Starosta-Preis der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Hebräischen Universität Jerusalem, 2005 den Max-Gruenwald-Doktorats-Preis des Leo Baeck Instituts Jerusalem. 2011 folgte der Jacob-Talmon-Preis für Exzellenz in den Geisteswissenschaften der Hebräischen Universität Jerusalem, 2012 der Jacob-Katz-Preis des Leo Baeck Instituts Jerusalem.
2016 zeichnete ihn die Association for Israel Studies mit dem Jonatan-Shapiro-Preis für das beste Buch in Jüdischen Studien aus. 2018 erhielt er den Preis des Azrieli-Instituts für das beste Buch in Jüdischen Studien der Concordia University.
Für Fragen ist Sylvia Eller vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck zuständig. Das Institut ist unter der Adresse Innrain 52d, 6020 Innsbruck, erreichbar. Die Veranstaltung selbst findet im Palais Claudiana statt – ein Termin, den man sich trotz des noch ausstehenden Anmeldehinweises schon einmal im Kalender markieren kann.
