Sven Arends übernimmt Leitung der Anästhesie- und Intensivmedizin am St. Marien-Krankenhaus Siegen
Am St. Marien-Krankenhaus in Siegen hat Dr. med. Sven Arends, MHBA, Anfang Oktober 2026 die Leitung der Klinik für Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin übernommen. Auf LinkedIn schrieb Arends, er sei seit dem Vortag Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Eine neue Aufgabe, ein neues Team – und ordentlich Verantwortung.
Der 41-jährige Facharzt für Anästhesiologie folgt auf Prof. Dr. Christian Brülls, der an das Bundeswehrkrankenhaus Berlin wechselte. Arends kam vom Evangelischen Klinikum Niederrhein in Duisburg nach Siegen, wo er seit 2024 als Leitender Oberarzt tätig war. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre am EVKLN/Herzzentrum Duisburg und am Universitätsklinikum Essen.
Vom Rettungsdienst in die Klinikleitung
Sein Weg in die Medizin begann nicht nur am Schreibtisch: Vor Studium und Tätigkeit im Ruhrgebiet arbeitete Arends mehrere Jahre als Rettungsassistent beim DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein. Seine Weiterbildung absolvierte er an den Kliniken der Stadt Köln im Krankenhaus Merheim sowie an der Universitätsmedizin Essen.
In Essen war er zunächst Funktionsoberarzt und Oberarzt, später Mitglied der erweiterten Klinikleitung. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Einsatzplanung für 140 Mitarbeitende und die Vertretung der anästhesiologischen Leitung der Herz- und Thoraxchirurgie. Am Evangelischen Klinikum Niederrhein leitete er zuletzt die klinische Infrastruktur einer Klinik mit vier Standorten und 80 Mitarbeitenden.
Dort baute Arends die perioperative transösophageale Echokardiographie, kurz TEE, insbesondere in der Kinder- und Erwachsenenherzchirurgie aus. Außerdem führte er ein digitales Anästhesie-Dokumentationssystem, ein PDMS, sowie eine digitale Zeiterfassung ein und begleitete die Verlagerung eines Klinikstandortes.
Erfahrung mit Herz, Notfallversorgung und Digitalisierung
Arends verfügt zusätzlich über die Qualifikationen Intensivmedizin, Notfallmedizin und Palliativmedizin. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin zertifizierte ihn als erfahrenen Kardioanästhesisten sowie für perioperative TEE. Außerdem ist er DEGUM-Kursleiter für Echokardiographie.
Ganz aus der präklinischen Notfallversorgung ist er nicht verschwunden. Als Leitender Notarzt, ehemaliger Rettungsassistent und EPALS-Instruktor für Kinderreanimation bleibt Arends dort weiterhin tätig. Berufsbegleitend erwarb er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg einen Master of Health Business Administration.
Wissenschaftlich veröffentlichte er unter anderem Arbeiten zur Schmerztherapie nach Thoraxeingriffen, zur maschinellen Autotransfusion und zur Mikrozirkulation. Geschäftsführer Hans-Jürgen Winkelmann erklärte, Arends verbinde fachliche Expertise mit Führungs- und Organisationserfahrung. Gerade seine Erfahrungen in Digitalisierung und klinischer Strukturentwicklung seien für das Krankenhaus relevant.
Ein neues Team, ein klarer Maßstab
Auf LinkedIn bedankte sich Arends bei seinen früheren Kolleginnen und Kollegen für die fachliche und persönliche Prägung sowie die Zusammenarbeit. Sein neues Team habe ihn sehr herzlich aufgenommen und begrüßt. Nun freut er sich auf die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen – gemeinsam soll die Klinik in den Bereichen Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie weiterentwickelt werden.
Als zentralen Maßstab nennt Arends die Ausrichtung auf die Patientinnen und Patienten. Dafür, betont er, sei ein starkes Team die Grundlage. Seine Ziele formulierte er ähnlich konkret: eine sichere, moderne und menschliche Versorgung im Operationssaal, auf der Intensivstation sowie in der Notfall- und Schmerzmedizin. Dazu komme die Aus- und Weiterbildung junger Ärztinnen und Ärzte.
Mehrere Personen gratulierten ihm in den Kommentaren zur neuen Position und wünschten Erfolg, gutes Gelingen und Freude bei der neuen Aufgabe. Ein Kommentator hob die frühere Zusammenarbeit mit Arends am Herzzentrum Duisburg hervor. In Siegen wartet nun ein neues Kapitel – mit neuen Gesichtern, aber auch mit vertrauten Themen: Notfallrucksack, OP-Plan, digitale Systeme und die ziemlich menschliche Herausforderung, in einer Klinik viele Fäden gleichzeitig in der Hand zu halten.
