Brandenburg zwischen Smart Stores, Drohnenlasern und archäologischen Entdeckungen
Heute, am 14.10.2026, wirkt Brandenburg wie ein Land zwischen Alltag, Sicherheitsfragen und kleinen Entdeckungen. Während im Landtag über die Öffnung automatisierter Geschäfte entschieden wurde, ging es andernorts um brennende Akkus, Drohnenabwehr und Jugendliche, die andere Jugendliche bedrohen. Nicht gerade ein ruhiger Nachrichtentag.
In Lübben trafen sich Polen, Deutschland und Frankreich zum Weimarer Dreieck. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Aktivitäten und der grenzüberschreitende Zusammenhalt. Dazu gab es französische Croissants, deutsche Brezeln und polnische Faworki – also ziemlich viel Europa auf einem Tisch.
Geschäfte ohne Personal, Akkus mit Risiko
Der Landtag hat das Gesetz geändert: Vollautomatische Geschäfte, sogenannte Smart Stores, dürfen künftig auch sonntags öffnen. Personal muss dort nicht arbeiten. Für Kundinnen und Kunden heißt das mehr Einkaufsmöglichkeiten, für den Gesetzgeber offenbar eine neue Antwort auf die Frage, wann ein Laden eigentlich ein Laden ist.
Weniger bequem ist die Lage bei Batterien und Akkus. Sie landen häufig im Restmüll. Vor allem beschädigte Lithium-Akkus werden für Entsorgungsbetriebe zunehmend zum Problem, weil von ihnen eine Brandgefahr ausgeht. Ein kleiner Akku kann dabei großen Ärger machen – und im schlimmsten Fall Feuer auslösen.
Laser, Drohnen und Unruhe in Potsdam
Auf dem Flugplatz Strausberg wurde eine mögliche Abwehrtechnik gegen Drohnen vorgestellt. Laser könnten eingesetzt werden, um Drohnen über Flughäfen, Kraftwerken oder militärischen Anlagen vom Himmel zu holen. Das klingt nach Science-Fiction, wurde aber als konkrete mögliche Technik präsentiert.
In Potsdam beschäftigt die Stadt seit Monaten die Gewalt unter Jugendlichen. Jugendliche sollen andere Jugendliche berauben und bedrohen. Am Dienstagabend wurde das Thema im Stadtausschuss behandelt. Für viele Familien ist das keine abstrakte Debatte: Es geht um Wege durch die Stadt, um Schulhöfe und um die Frage, wann aus Unsicherheit Angst wird.
Tempel, Verordnung und ein Schauspielerinnen-Nachlass
Am Königsgrab von Seddin wurde ein Tempel entdeckt. Für die Archäologie Brandenburgs ist das ein Fund mit Gewicht, auch wenn vor Ort vermutlich nicht gleich Indiana-Jones-Musik läuft.
Für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wurde außerdem eine neue Verordnung vorgestellt. Das Filmmuseum präsentiert den Nachlass der Schauspielerin Renate Krößner. Damit treffen Naturschutz, Landesgeschichte und Filmkultur an einem Nachrichtentag aufeinander – manchmal liegen die Themen eben näher beieinander, als man denkt.
Und dann war da noch das Brandenburgwetter: In Zeuthen wurden neue Calisthenics-Geräte vorgestellt und ausprobiert. An den Geräten kann man sich im Freien fit halten, mit dem eigenen Körpergewicht, ohne Fitnessstudio und ohne viel Schnickschnack. Ein bisschen Kraft, ein bisschen Schweiß, dann geht’s wieder heim.
Von der Uni Hannover aus betrachtet wirken die Meldungen weit verstreut: Lübben, Strausberg, Potsdam, Seddin, Zeuthen. Zusammen erzählen sie von einem Bundesland, in dem technische Neuerungen direkt neben Sicherheitsproblemen, Kultur und Naturschutz stehen – und in dem selbst ein Croissant neben einer Brezel und einer Faworki seinen Platz findet.
