Auf dem Campus der Universität des Saarlandes ist heute, am 2. Oktober 2026, der letzte Schultag im Saarland. Mit dem Schulschluss beginnen für rund 128.000 Schülerinnen und Schüler die zweiwöchigen Herbstferien. Sie dauern bis zum 18. Oktober.

Gemeinsam mit Hessen und Rheinland-Pfalz gehört das Saarland damit zu den ersten Bundesländern, die in die Herbstpause starten. Für viele Familien heißt das: Taschen ins Auto, Navi an und los. Der ADAC rechnet bereits zum Ferienbeginn mit dichterem Verkehr.

Volle Straßen rund um Saarbrücken und auf den Autobahnen

Besonders betroffen dürften die Ballungsräume sowie die Autobahnen 1, 6 und 8 sein. Wenn sich am Freitagnachmittag Ferienverkehr und Pendlerverkehr mischen, kann es schnell zäh werden. Ein kurzer Stopp an der Raststätte, ein Kaffee im Pappbecher – und schon steht die Kolonne wieder.

Die Ferientermine der Bundesländer verteilen sich 2026 über mehrere Wochen. Für die Herbstferien sind neben dem Saarland folgende Zeiträume angegeben: Baden-Württemberg und Bayern haben vom 2. bis 6. November frei, Berlin und Brandenburg vom 19. bis 31. Oktober, Bremen und Niedersachsen vom 12. bis 24. Oktober. Hamburg folgt vom 19. bis 30. Oktober.

Hessen und Thüringen haben Herbstferien vom 5. bis 17. Oktober, Mecklenburg-Vorpommern vom 12. bis 17. Oktober. Nordrhein-Westfalen nennt den Zeitraum 19. bis 31. Oktober, Rheinland-Pfalz den 12. bis 23. Oktober. In Sachsen dauern die Ferien vom 12. bis 24. Oktober, in Sachsen-Anhalt vom 19. bis 24. Oktober. Schleswig-Holstein hat vom 12. bis 24. Oktober frei.

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Ein Blick auf den gesamten Ferienkalender

Auch die Sommerferien 2026 sind gestaffelt: Baden-Württemberg hat vom 30. Juli bis 12. September frei, Bayern vom 3. August bis 14. September. Berlin nennt den Zeitraum 9. Juli bis 21. August, Brandenburg den 9. Juli bis 22. August. Bremen und Niedersachsen haben vom 9. bis 19. August Ferien, Hamburg vom 2. Juli bis 12. August.

In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland laufen die Sommerferien vom 6. Juli bis 14. August. Mecklenburg-Vorpommern hat vom 22. Juni bis 1. August frei, Nordrhein-Westfalen vom 20. Juli bis 1. September. Sachsen kommt auf den Zeitraum 25. Juni bis 7. August, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf den 25. Juni bis 8. August. Schleswig-Holstein hat vom 29. Juni bis 8. August Sommerferien.

Für Ostern sind 2026 ebenfalls unterschiedliche Zeiträume vorgesehen: Baden-Württemberg hat vom 2. bis 11. April frei, Bayern vom 30. März bis 11. April. Berlin und Brandenburg nennen den 30. März bis 10. April, Bremen und Niedersachsen den 23. März bis 4. April. Hamburg hat vom 2. bis 13. März Ferien.

Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben Osterferien vom 30. März bis 11. April. Mecklenburg-Vorpommern nennt den 30. März bis 8. April, Rheinland-Pfalz den 26. März bis 10. April. Im Saarland dauern sie vom 30. März bis 10. April, in Sachsen vom 2. bis 11. April, in Sachsen-Anhalt vom 30. März bis 4. April und in Schleswig-Holstein vom 2. bis 18. April.

Sommerverkehr mit vielen Überschneidungen

Der Ferienkorridor im Sommer 2026 reichte vom Start in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland am 29. Juni bis zum Ferienbeginn in Bayern am 3. August – insgesamt 78 Tage. Laut ADAC ist diese kurze Staffelung ein Grund für zahlreiche Überschneidungen und Verkehrsengpässe.

Das höchste Staurisiko wurde für Freitag, den 3. Juli, und Samstag, den 4. Juli, erwartet. Dann begannen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie in Bremen und Niedersachsen die Ferien. Besonders belastet werden sollten die A7, A9, A2 und A24.

Am Freitag, 17. Juli, und Samstag, 18. Juli, stand Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Dort war vor allem auf der A1, A2, A3, A43 und A45 mit viel Verkehr zu rechnen. Der offizielle Ferienbeginn in NRW war zwar Montag, der 20. Juli, doch viele Familien fahren bereits am Freitagnachmittag los.

Hohes Staurisiko galt außerdem für Freitag, 28. August, und Samstag, 29. August: Baden-Württemberg startete in die Ferien, gleichzeitig kam Rückreiseverkehr aus NRW hinzu. Besonders die A5 und A8 in Richtung Süden konnten voll werden. Am Freitag, 29. August, und Samstag, 30. August, folgte das Ferienende in NRW mit einer Rückreisewelle, vor allem auf der A1, A2 und A3 in Richtung Norden.

Ein erhöhtes Staurisiko wurde bereits für Montag, den 29. Juni, genannt, als Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland in die Sommerferien starteten. Im Blick standen dabei insbesondere die A5, A3 und A61. Unter der Woche von Dienstag bis Donnerstag in der Ferienmitte wurde dagegen ein geringes Staurisiko erwartet, ebenso nach dem Schulbeginn in Bayern ab dem 15. September.

Der Hintergrund ist schnell erzählt: Die Sommerferien beginnen 2026 zuerst in Hessen und enden zuletzt in Bayern. Die Länderferien sind zwar zeitversetzt, der gesamte Ferienkorridor ist laut ADAC mit 78 Tagen aber zu kurz. Für die Herbstferien könnten Überschneidungen in der dritten und vierten Oktoberwoche erneut für mehr Verkehr sorgen, vor allem auf A7, A9, A8 und A96. Heute im Saarland dürfte es zunächst die Mischung aus Ferienstart und Freitags-Pendlerverkehr sein, die Geduld verlangt.

Was 2027 schon absehbar ist

Der nächste Sommer bringt ein ähnliches Bild. Hessen und Rheinland-Pfalz starten 2027 am 28. Juni in die Ferien. Bayern beginnt am 2. August und beendet die Sommerferien am 13. September. Bayern und Baden-Württemberg haben damit erneut die spätesten Sommerferien.

An den NRW-Ferienstarttagen, voraussichtlich Mitte Juli 2027, werden voraussichtlich vor allem die A8 Richtung Österreich und die A9 Richtung München belastet sein. Als Grundlagen für die Ferien- und Verkehrsprognosen werden der Kultusministerkonferenz-Ferienkalender 2025/2026 und 2026/2027, der ADAC, schulferien-deutschland.org und das Statistische Bundesamt genannt.