Auf dem Campus der Universität Rostock ist zum Wintersemester 2026/27 wieder etwas mehr Bewegung: An den Hochschulen und Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern haben sich etwas mehr Studierende neu eingeschrieben als im Vorjahr. Die Universität Rostock bleibt mit gut 12.700 Studierenden die größte Hochschule des Landes.

Mehr als 2.900 Studienanfängerinnen und Studienanfänger immatrikulierte die Universität Rostock. Das sind 110 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Etwas mehr als die Hälfte kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, mehr als 400 neu Eingeschriebene stammen aus dem Ausland. Besonders viele Neueinschreibungen gab es in pädagogischen Fächern: Deutsch auf Lehramt, Erziehungs- und Bildungswissenschaften sowie Sonderpädagogik für Grund- und Förderschulen.

Greifswald wächst beim Lehramt, Wismar bei den Erstsemestern

An der Universität Greifswald haben sich mehr als 1.500 Studierende für das erste Fachsemester eingeschrieben. Die Zahl ist allerdings noch vorläufig, weil Einschreibungen in einzelnen Fächern bis Ende Oktober möglich sind. Derzeit studieren dort gut 9.500 Menschen; im Vorjahr waren es noch mehr als 9.700. Rund zehn Prozent kommen aus dem Ausland, 60 Prozent wurden in anderen Bundesländern geboren.

Neben Medizin und Jura ist die Lehrerausbildung in Greifswald besonders gefragt. Nach der Reform des Sekundärlehramts stieg die Zahl der Studierenden in diesem Bereich laut Universität um 70 Prozent. Das ist ordentlich Bewegung in einem Studienfeld, das vielerorts ohnehin stark nachgefragt wird.

Den größten Zuwachs bei den Erstsemestern verzeichnete die Hochschule Wismar: 39 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast 2.100 Studierende wurden neu immatrikuliert. Einschließlich des Standorts Warnemünde studieren dort rund 7.500 Menschen. Knapp zwei Drittel besuchen Präsenzstudiengänge, die übrigen lernen per Fern- oder Onlinekurs. Ein großer Teil des Zuwachses entfällt also auf diese flexiblen Studienangebote. Im englischsprachigen Masterstudiengang International Management gab es 145 Erstsemester.

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Stralsund, Neubrandenburg und die kleinste Hochschule

Die Hochschulen Stralsund und Neubrandenburg kommen jeweils auf zwischen 1.700 und 1.800 Studierende. Die Zahl der Erstsemester stieg an beiden Einrichtungen leicht. In Stralsund war Freizeit- und Tourismusmanagement der beliebteste Studiengang. In Neubrandenburg entschieden sich viele für Soziale Arbeit oder Agrarwissenschaft.

Mit insgesamt 558 Studierenden bleibt die Hochschule für Musik und Theater Rostock die kleinste Hochschule des Landes. 81 Neueinschreibungen wurden dort gezählt. Klein heißt in diesem Fall nicht leise – gerade an einer Musik- und Theaterhochschule dürfte es auf den Fluren gelegentlich eher nach Probenraum als nach stiller Bibliothek klingen.

Welche Daten es zum Hochschulland gibt

Wer über einzelne Einschreibungszahlen hinausblicken will, findet landesspezifische Daten und Analysen zu den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern beim CHE. Dort geht es unter anderem um die Anzahl der Hochschulen und Standorte, Einrichtungen mit den meisten Studierenden sowie um die Verteilung der Studierenden nach Hochschultyp, Trägerschaft und Studienfach.

Erfasst werden außerdem die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger und beliebte Studienfächer, jährliche Studienabschlüsse und deren Abschlussarten. Auch die Studierendenzufriedenheit aus dem CHE-Hochschulranking, Zugangsbeschränkungen und deren Entwicklung gehören dazu.

Weitere Themen sind Studierende ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, Teilzeitstudierende und Teilzeitstudiengänge, das duale Studium sowie Lehramtsstudierende und Absolventinnen und Absolventen. Ergänzend gibt es Angaben zur Studienfinanzierung, zu Finanzierungsquellen und zur Zahl der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger. Beim Hochschulpersonal werden Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt.

Weitere Hochschuldaten für Mecklenburg-Vorpommern sind auf der Website des Landesamtes für Innere Verwaltung verfügbar. Rechtlicher Rahmen ist das Gesetz über die Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern (LHG M-V). Über eine Karte lassen sich außerdem Daten zu anderen Bundesländern auswählen – praktisch, wenn man nach dem Blick auf Rostock, Greifswald oder Wismar noch über den Tellerrand schauen möchte.

Die herangezogene Destatis-Tabelle zu Studierenden im ersten Hochschulsemester nach Bundesländern lag im gelieferten Material nicht lesbar beziehungsweise offenbar beschädigt oder verschlüsselt vor. Daraus ließen sich keine überprüfbaren Nachrichteninformationen extrahieren.