Die Universität Potsdam ist auf dem besten Weg, ihren vierten Campus am Brauhausberg zu realisieren. Wie die Universität Potsdam berichtet, verlaufen die Vorbereitungen planmäßig, und die Task Force, angeführt von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Stifter Professor Hasso Plattner, hat sich heute zu ihrer vierten Sitzung getroffen. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Finanzminister Daniel Keller, der zum ersten Mal an der Sitzung teilnahm, nachdem der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen in sein Ministerium übergegangen ist.
Der Bau des neuen Campus ist mit großer Vorfreude erwartet worden, und ein Letter of Intent für den Neubau und den Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts wurde bereits am 2. Juni 2025 unterzeichnet. Die öffentliche Beteiligung zum Bebauungsplan für den Brauhausberg startet nun am 2. Juni 2026. Die Ergebnisse der städtebaulichen Vorzugsvariante werden Mitte Juni 2026 vorgestellt, was die Neugier auf die Pläne weiter steigert.
Fortschritt der Bauvorbereitungen
Die Task Force arbeitet intensiv daran, die vertraglichen Grundlagen für das Großvorhaben zu klären, unter anderem auch ein Eckpunktepapier als Basis für die Verträge. Geplant ist, noch in diesem Jahr Verträge, einschließlich des Erwerbs von Grundstücken, abzuschließen. Ein Markterkundungsverfahren wurde bereits durchgeführt, jedoch wurden keine weiteren Zuwendungsgeber gefunden. Eine ausgewählte Vorzugsvariante für den Campus wurde aus drei ursprünglich präsentierten städtebaulichen Varianten entwickelt, und der Bebauungsplan soll 2027 von den Stadtverordneten beschlossen werden.
Gleichzeitig wird ein Raum- und Flächenprogramm sowie eine Funktionale Leistungsbeschreibung und ein Technisches Raumbuch für den neuen Campus erstellt. Für die Studierenden gibt es spannende Entwicklungen, da eine Reform des Hochschulrechts ab dem 1. Januar 2027 die Berufungsverfahren für Professuren beschleunigen und die Auswahlverfahren für Studieninteressierte anpassen soll. Zudem wurde am 31. März 2026 ein Entwurf zum „Gesetz zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Brandenburgischen Hochschulsystems“ vom Kabinett verabschiedet, das momentan im Landtag besprochen wird.
Fokus auf Digital Engineering
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist der Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts sowie der Digital Engineering Fakultät, die die digitale Souveränität Deutschlands und Europas fördern soll. Diese Fakultät, die seit ihrer Gründung am 1. April 2017 als erste privat finanzierte Fakultät einer öffentlichen Universität in Deutschland gilt, setzt sich für die interdisziplinäre Ausbildung von Fachkräften im Bereich digitale Ingenieurwissenschaften ein. Sie fördert auch die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis.
In den kommenden Jahren sollen neue Masterstudiengänge und Forschungsschwerpunkte im Bereich Künstliche Intelligenz entwickelt werden, um den Ansprüchen der sich schnell verändernden Technologie-Landschaft gerecht zu werden. Die Digital Engineering Fakultät der Universität Potsdam spielt hier eine entscheidende Rolle und trägt zur strategischen Weiterentwicklung des Hasso-Plattner-Instituts bei.
In der Zwischenzeit haben Studierende an der Hochschule Trier die Möglichkeit, durch Studiengänge wie „Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften“ in Bereichen wie Elektrotechnik, Maschinenbau oder Medizintechnik Kompetenzen zu erwerben, die hervorragend auf die Anforderungen des modernen Arbeitsmarkts abgestimmt sind. Diese Programme sind auf die Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit ausgerichtet und ermöglichen es den Studierenden, verschiedene Fachrichtungen zu kombinieren, was sie bestens auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet.
Mit diesen Entwicklungen an der Universität Potsdam und im Umfeld des Hasso-Plattner-Instituts zeigt sich, dass die Region Brandenburg eine wachsende Bedeutung im Bereich der digitalen Bildung und Forschung einnimmt und gezielt entwickelt wird.