Ein interessanter Teil der Cottbuser Geschichte wird in einer neuen Radiosendung beleuchtet, die sich mit dem FrauenOrt Bilillee Machbuba beschäftigt. Diese Sendung ist seit dem 7. Juni 2026 auf Sternchen.fm nachhörbar. Zu Gast waren die Mitarbeiter*innen Abnet Bekele und Luisa Stuhr sowie Elio Gäbelein, der die Projektkoordination für die FrauenOrte im Land Brandenburg übernommen hat. In der Sendung wird die Entstehung dieses besonderen Ortes an der BTU Cottbus thematisiert, der sich mit der Erinnerung an Bilillee Machbuba befasst.

Billylee, geboren um 1825 in Abessinien (heute Äthiopien), wurde als Kind verschleppt und versklavt. 1937 kaufte Fürst Hermann von Pückler-Muskau sie und gab ihr den Namen „Machbuba“. Pückler stellte sie europäischen Adeligen während seiner Reisen vor und so wurde Bilillees Geschichte zu einem Symbol für die Themen Versklavung und Widerstand. Der FrauenOrt Bilillee Machbuba soll zukünftig Fragen zur Erinnerungskultur aufwerfen und Menschen dazu anregen, über die dunklen Kapitel der Geschichte nachzudenken, wie frauenorte-brandenburg.de ausführlich beschreibt.

Erinnerungskultur an der BTU

Im Sommersemester 2026 fand im Rahmen des BTU4Future Moduls ein Seminar statt, das unter der Leitung von Gast-Dozentin Patricia Vester stand. Die Studierenden haben dabei nicht nur den FrauenOrt Bilillee Machbuba als Erinnerungsort betrachtet, sondern auch dessen Bedeutung für das Erinnern schwarzer Geschichte in der Region Cottbus untersucht. Ihre Arbeiten umfassten die Erweiterung des Ortes durch eine Bank sowie das Pflanzen von Blumen und anderen Pflanzen, um eine einladende Atmosphäre zu schaffen.

Das Seminar mündete in eine Eröffnungsfeier im Juli 2026, dessen Thema die Relevanz einer kritischen Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte war. Diese Feier wird durch die Aktivitäten von Patricia Vester und der engagierten Studierendenschaft unterstrichen, die sich aktiv mit der Thematik der Erinnerungskultur auseinandersetzen und deren gesellschaftliche Bedeutung hervorheben. b-tu.de berichtet, dass darüber hinaus eine Erinnerungstafel für Bilillee Machbuba im letzten Jahr auf Initiative der FrauenOrte Brandenburg installiert wurde.

FrauenOrte in Brandenburg

Der FrauenOrt Bilillee Machbuba ist Teil eines großangelegten Projektes, das Frauen aus Brandenburg in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Dieses kulturelle Erbe ist seit 2012 mit verschiedenen Orten und Initiativen in Brandenburg gewachsen und wird von vielen Menschen heute lebendig gehalten. Neben Bilillee Machbuba gibt es auch zahlreiche andere Frauen-Orte, die bedeutende Persönlichkeiten und ihre Geschichten thematisieren und tragen zur Förderung von Gleichberechtigung und Erinnerungskultur bei. Informationen über diese Orte finden Sie im umfassenden Verzeichnis auf wikipedia.org.

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