TU Chemnitz begrüßt 2.301 Erstsemester und acht neue Studiengänge
Rund 2.300 Studienanfänger haben sich zum neuen Wintersemester an der TU Chemnitz eingeschrieben. Genauer gesagt sind es für das Wintersemester 2026 bis Anfang Oktober 2.301 Studierende im ersten Fachsemester. Heute ist der 6. Oktober 2026 – auf dem Campus dürfte es also langsam wieder voller werden.
Der Zuwachs fällt deutlich aus: 367 Studierende mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2025, also 19 Prozent. Die Angaben stammen vom TU-Pressesprecher Detlef Gürtler. Die feierliche Immatrikulation findet am 9. Oktober statt.
Psychologie, Technik und Lehramt gefragt
Rund 70 Prozent der Studierenden mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung kommen aus Sachsen. Mit deutlichem Abstand folgen Bayern, Thüringen und Brandenburg. Gleichzeitig liegt der Anteil ausländischer Studierender an den bisherigen Einschreibungen bei 40 Prozent – deutlich über dem Vorjahreswert.
Besonders viele Erstsemester zieht es in die Psychologie. Ebenfalls stark nachgefragt sind Web Engineering, Embedded Systems, Foundations in Data Science und das Lehramt an Grundschulen. In jedem dieser Studiengänge gab es deutlich mehr als 100 Einschreibungen im ersten Fachsemester. Zu den beliebtesten Studiengängen enthält die vorliegende Information der Freien Presse keine zusätzlichen Angaben.
Zum Wintersemester sind außerdem insgesamt acht neue Studiengänge gestartet. Dazu gehören Digital Engineering sowie Geschichte und Gesellschaft in Europa. Zusammengenommen haben sich in den neuen Angeboten derzeit etwa 150 Studierende eingeschrieben.
Mehr Studienplätze, aber auch die Frage nach dem Abschluss
Die aktuellen Einschreibezahlen zeigen zunächst, wie viele junge Menschen an der TU Chemnitz ein Studium beginnen. Ob sie es später erfolgreich beenden, lässt sich damit noch nicht sagen. Dafür gibt es die Studienverlaufsstatistik des Statistischen Bundesamtes. Sie wurde 2017 eingeführt und enthält unter anderem Abschlussquoten.
Diese Quoten zeigen, welcher Anteil der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im ersten Fachsemester ein Bachelorstudium innerhalb von acht Semestern oder ein Masterstudium innerhalb von sechs Semestern nach Beginn des jeweiligen Fachstudiums erfolgreich abschließt. Für Staatsexamensstudiengänge liegen noch nicht genügend Berichtszeiträume vor, um Abschlussquoten zu berechnen. Geplant sind deshalb sowohl entsprechende Berechnungen für Staatsexamensstudiengänge als auch längere Beobachtungszeiträume für Bachelor- und Masterstudiengänge.
Vor der Einführung der Studienverlaufsstatistik veröffentlichte das Statistische Bundesamt sogenannte Erfolgsquoten. Dafür wurden aggregierte Daten der Prüfungsstatistik zu Absolventinnen und Absolventen mit aggregierten Daten der Studierendenstatistik zu Studienanfängerinnen und Studienanfängern zusammengeführt. Als Verknüpfungsmerkmal diente das Jahr der Ersteinschreibung; daraus wurde der Anteil der erfolgreichen Studierenden ermittelt.
Das Verfahren hatte allerdings Grenzen. Weil es auf Aggregatdaten beruhte, waren nur hochaggregierte Ergebnisse möglich. Als Studienabbrecherinnen und Studienabbrecher gelten ehemalige Studierende, die ihr Erststudium ohne Hochschulabschluss beendet haben.
Was die Hochschulstatistik künftig genauer zeigen soll
Das aktuelle Datenangebot der Hochschulstatistik umfasst bislang vor allem Kennzahlen zum Studienerfolg. Im Statistischen Bericht und in der Datenbank GENESIS-Online werden Erfolgsquoten veröffentlicht. Sie geben den Anteil der Studierenden an, die einen ersten Hochschulabschluss erworben haben. Über einen Vergleich der Summen von Studienanfängerinnen und Studienanfängern sowie Absolventinnen und Absolventen nach dem Jahr der Ersteinschreibung sind hochaggregierte Aussagen zum Anteil erfolgreicher Studierender möglich.
Mit der neuen Studienverlaufsstatistik sollen künftig fachlich und regional stärker differenzierte Angaben zum Studienerfolg möglich werden. Außerdem sollen Studienabbruchquoten auf Grundlage amtlicher Mikrodaten berechnet werden können. Eine bereits verfügbare alternative Datenquelle zu Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern ist die Absolventenbefragung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, der DZHW GmbH.
