Ukrainische Studierende starten Jurastudium an Viadrina ab September 2026!
Die Bildungslandschaft für ukrainische Studierende in Deutschland erweitert sich. Ab September 2026 können junge Menschen aus der Ukraine ein Jurastudium an der Kyjiw-Mohyla-Akademie (NaUKMA) auf dem Campus der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) aufnehmen. Dies geschieht im Rahmen des neu etablierten „Remote Law Campus“, der bis zu 25 Studierenden ein sicheres und unterstützendes Umfeld für ein vierjähriges Studium bietet.
Eine Initiative für neues Wissen
Der Remote Law Campus wird von Lehrenden der NaUKMA begleitet, die mehrere Präsenzphasen pro Semester an der Viadrina anbieten. Die Studierenden haben zudem die Möglichkeit, zusätzliche Lehrangebote der Viadrina zu nutzen, was das Design eines interdisziplinären Lernens fördert. Diese Kooperation ist das Ergebnis einer langjährigen Partnerschaft zwischen der NaUKMA und der Viadrina, die es Student*innen ermöglicht, von den Strukturen der Ukrainestudien im Kompetenzverbund interdisziplinäre Ukrainestudien (KIU) und dem Deutsch-Ukrainischen Hochschulnetzwerk (DUHN) zu profitieren. Den Studierenden steht die gesamte Infrastruktur der Viadrina zur Verfügung, einschließlich Bibliotheken, Lernräumen und sportlichen Aktivitäten.
Ziel des Projektes ist es, jungen Ukrainern ein Bachelorstudium der Rechtswissenschaften zu ermöglichen, das sowohl die Kenntnisse des ukrainischen als auch des europäischen Rechts umfasst. Für diese Pilotphase des Projektes stellt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg rund 44.000 Euro bereit, um den Aufbau einer qualifizierten Juristenausbildung zu unterstützen.
Die Initiative hat zudem das Potenzial, zum Wiederaufbau der Ukraine beizutragen. Darüber hinaus wird erwartet, dass das Programm einem „Braindrain“ entgegenwirkt, indem es den Studierenden eine Anbindung an ihre Heimatuniversität ermöglicht.
Erste Schritte für Interessierte
Für ukrainische Bewerber, die in Deutschland wohnen und eine juristische Ausbildung an der NaUKMA anstreben, ist das Bewerbungsverfahren bereits eröffnet. Am 16. Juni fand ein Online-Meeting statt, bei dem Vertreter der NaUKMA und der Viadrina das Programm vorstellten und Fragen der Interessierten beantworteten. Die Registrierung für solche Informationen ist unabdingbar für alle, die den nächsten Schritt in ihrer akademischen Karriere wagen möchten.
In einem Land voller Möglichkeiten
Das deutsche Bildungssystem bietet zudem weitere Vorteile für Schutzsuchende aus der Ukraine. Mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG oder einer Fiktionsbescheinigung können diese sofort in zahlreichen Berufen arbeiten, darauf gibt Germany4Ukraine einen umfassenden Überblick. Während nicht-reglementierte Berufe wie Kaufmann für Büromanagement sofort zugänglich sind, müssen akademische Berufe wie beispielsweise in der Biologie oder Chemie anerkannt werden.
Zusätzlich gibt es wertvolle Ressourcen wie das BQ-Portal zur Bewertung von beruflichen Abschlüssen, sowie kostenlose Beratungsstellen, die Unterstützung beim Anerkennungsverfahren bieten. Eine Hotline für Fragen zu Einreise, Aufenthalt, Jobsuche und Deutsch lernen steht ebenfalls zur Verfügung, was die Integration und berufliche Qualifikation von geflüchteten Personen in Deutschland erleichtert.
Mit dem Remote Law Campus der Europa-Universität Viadrina und der Kyjiw-Mohyla-Akademie werden nicht nur wichtige akademische Rahmenbedingungen geschaffen, sondern auch ein starkes Zeichen der Unterstützung für ukrainische Studierende gesetzt. Die Verbindung von Kulturen und Bildung wird somit weiter gefestigt.
Für weitere Informationen zum Programm besuchen Sie die Webseiten der NaUKMA und der Viadrina: Viadrina und NaUKMA.
