In einem feierlichen Rahmen wurde heute bekannt gegeben, dass der Historiker Prof. Dr. Franz-Josef Brüggemeier mit dem 9. Bochumer Historikerpreis ausgezeichnet wird. Diese Ehrung in Höhe von 30.000 Euro würdigt sein eindrucksvolles Lebenswerk als Forschender und Lehrender

Anerkennung für umfassende Leistungen

. Brüggemeier, der zuletzt an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig war, gilt als Pionier in der Umweltgeschichte Deutschlands. Die Entscheidung über die Auszeichnung wurde von der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets getroffen, die diesen Preis seit 2002 alle drei Jahre vergibt. Diesmal sind die Kooperationspartner die Stadt Bochum, die Ruhr-Universität Bochum sowie die Evonik-Stiftung, wobei Ministerpräsident Hendrik Wüst als Schirmherr die Veranstaltung begleitet.

Brüggemeier folgt auf renommierte Preisträger wie Frank Trentmann (2023) und Lutz Raphael (2020/21). Die Übergabe des Preises findet am 11. November 2026 im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets statt und dürfte ein Highlight für die wissenschaftliche Gemeinschaft im Ruhrgebiet werden.

Von Bottrop in die Geschichtswissenschaft

Franz-Josef Brüggemeier wurde am 7. März 1951 in Bottrop geboren und ist ein lebendiges Beispiel für die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis. Nach seinem Abitur am Mauritius-Gymnasium in Büren/Westfalen studierte er Geschichte und Sozialwissenschaften in Bochum, München, York und Bremen und beendete sein Studium 1975 mit dem Staatsexamen. Sein Weg führte ihn weiter als Wissenschaftlicher Assistent an die Universität-Gesamthochschule Essen, wo er auch ein Medizinstudium begann. 1981 erhielt er die Approbation und arbeitete bis 1983 als Arzt am Marienhospital Gelsenkirchen. Seine Liebe zur Geschichte blieb jedoch ungebrochen.

Die Promotion von Brüggemeier, die sich mit der Geschichte der Ruhrbergleute zwischen 1889 und 1919 beschäftigte, bildete nicht nur die Grundlage seiner späteren Forschung, sondern auch der ARD-Fernsehserie „Rote Erde“, in der er als fachlicher Berater fungierte. Sein Interesse für die Sozialgeschichte und die Lebenswelt im Ruhrgebiet zeigte sich u.a. in der Mitgestaltung des Forschungsprojekts „Lebensgeschichte und Sozialkultur im Ruhrgebiet 1930–1960“.

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Im Laufe seiner Karriere hat Brüggemeier zahlreiche bedeutende Werke veröffentlicht, darunter „Blauer Himmel über der Ruhr“ und „Sonne, Wasser, Wind: Die Entwicklung der Energiewende in Deutschland“. Sein Engagement in der Wissenschaft wird zudem durch seine Mitgliedschaft in der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur unterstrichen.

Mit seiner Auszeichnung durch den Bochumer Historikerpreis erhält Brüggemeier nicht nur ein finanzielles Honorar, sondern auch die gesellschaftliche Anerkennung für seine nachhaltigen Beiträge zur Geschichtswissenschaft und Umweltforschung in Deutschland. Dies ist ein wahrhaft denkwürdiger Moment, der die Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart aufzeigt und uns einen Ausblick auf die Zukunft des Historikers selbst gibt. Weiterführende Informationen zu seiner Person sind auf der Webseite Wikipedia zu finden.