Uni Bonn, 19.10.2026 – Niclas Füllkrug trifft wieder, und zwar ziemlich regelmäßig. Nach sechs Bundesliga-Spieltagen führt der 33-jährige Stürmer gemeinsam mit Patrik Schick die Torschützenliste an: sechs Treffer stehen für ihn zu Buche. Kein Wunder also, dass die Diskussion um die deutsche Nationalmannschaft wieder Fahrt aufnimmt.

Lothar Matthäus empfiehlt eine Rückkehr Füllkrugs ins DFB-Team. Seine aktuelle Torquote und die Erfahrung des Angreifers sprechen aus Sicht des früheren Nationalspielers dafür. Einen erfahrenen Joker könne die Mannschaft gut gebrauchen.

In Bremen stimmt das Gefühl wieder

Füllkrug spielt erneut für Werder Bremen. Nach seiner Rückkehr erzielte er laut dem vorliegenden Bericht vier Tore in fünf Bundesliga-Spielen; nach sechs Spieltagen sind es nun sechs Treffer. Matthäus führt die Leistungssteigerung auch auf das Umfeld zurück: In Bremen fühle sich Füllkrug wohl, bekomme Wärme, Zuneigung und Vertrauen.

Bei seinen früheren Stationen West Ham und Milan habe der Stürmer diese Unterstützung nach Matthäus’ Einschätzung nicht im gleichen Maß gespürt. Manchmal ist es eben nicht nur die Frage, wer auf dem Platz steht, sondern auch, wie sich der Weg dorthin anfühlt.

Nach Füllkrugs Doppelpack beim 2:2 gegen den SC Paderborn kam das Thema Nationalmannschaft trotzdem nicht gut an. Der Angreifer reagierte erneut genervt auf entsprechende Fragen und bat darum, nicht weiter über eine mögliche Rückkehr ins DFB-Team zu sprechen.

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Völler lässt die Tür offen

Seine Form hat dennoch neue Forderungen ausgelöst. Mehrere Angreifer, die Bundestrainer Jürgen Klopp zuletzt nominierte, konnten laut dem Bericht keine überzeugenden Leistungen zeigen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sich im „Doppelpass“ zu einer möglichen Berufung: Wenn Füllkrug weiterhin solche Tore erziele, sei eine Nominierung möglich. Seine Kopfballstärke sei unbestritten.

Zuletzt trug Füllkrug im Juni 2025 beim 0:2 gegen Frankreich in der Nations League das DFB-Trikot. Völler kündigte an, seine Entwicklung weiter zu beobachten, verwies aber auch auf das Alter des Stürmers. Die nächste Europameisterschaft findet in knapp zwei Jahren statt, Füllkrug wäre dann erneut zwei Jahre älter. Bleibe seine Torquote so hoch, sei eine Berufung trotzdem möglich.

Füllkrug selbst erklärte nach seinem Treffer gegen Borussia Dortmund, dass er für Deutschland jederzeit bereitstehe – sogar im Alter von 43 Jahren. Das klingt nach Kampfansage, vielleicht auch nach einem kleinen Seitenhieb auf die vielen Nachfragen. Sicher ist nur: In Bremen liefert er derzeit genau das Material, aus dem solche Debatten entstehen – Tore, Kopfballstärke und reichlich Gesprächsstoff.