Ein starkes Netzwerk für internationale Forschung – das ist das Ziel, das die Northwest Alliance verfolgt. Die beiden engagierten Akteurinnen, Jenka Schmidt und Marejke Baethge-Assenkamp, arbeiten an der Schnittstelle von Visumausstellungen, Wohnraumsuche und Willkommenskultur für internationale Forschende. Schmidt hebt besonders die Gelassenheit von Baethge-Assenkamp hervor, die auch in stressigen Phasen stets einen kühlen Kopf bewahrt. Gemeinsam organisieren sie Veranstaltungen, um den Austausch im Onboarding-Bereich zu fördern und den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen gerecht zu werden.

Eine strategische Partnerschaft mit der Nelson Mandela University in Südafrika und der Mahidol University in Thailand bereichert das Netzwerk und ermöglicht es, Synergien zu nutzen. Schmidt und Baethge-Assenkamp stehen in engem Kontakt mit europäischen Partnern, wie der Universität Groningen, und sind Teil der YUFE-Allianz (Young Universities for the Future of Europe). Diese internationalen Verbindungen zielen darauf ab, die Zusammenarbeit von Forschenden zu vereinfachen und für bestehende sowie potenzielle Partner attraktiv zu bleiben, ohne dabei die Rechtswissenschaften in Bremen aus dem Blick zu verlieren. Interessanterweise bietet die Universität Bremen kein Medizin-Studium an, was das Portfolio zusätzlich erweitert.

Willkommenskultur als Schlüssel zur Integration

Doch was bedeutet das für die Willkommenskultur an Hochschulen? Der Bundestag hat einen Antrag zur Internationalisierung von Wissenschaft verabschiedet, um Wissenschaftsfreiheit zu stärken und gleichzeitig Schutz vor feindlichen Angriffen zu gewährleisten. Ein zentraler Bestandteil dieses Antrags ist die Erleichterung der internationalen Mobilität von Studierenden und Forschenden. Dazu braucht es unbürokratische Verfahren in den Auslandsvertretungen und clevere Kooperationsvereinbarungen, unterstützt von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und dem DAAD.

Die HRK fordert, dass Hochschulen flexibler im Zugang werden und dass ein umfangreiches Angebot an Studienvorbereitung für internationale Bewerber geschaffen wird. Hierzu zählen Programme zur Sprachförderung und die Anpassung des rechtlichen Rahmens an digitale Formate. Der Fokus liegt auf einer umfassenden Willkommenskultur, die nicht nur von den Hochschulen, sondern in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren entwickelt werden muss. In diesem Kontext kritisieren etwa die Goethe-Universität Frankfurt die fehlenden bezahlbaren Wohnmöglichkeiten für Studierende und betonen die Notwendigkeit von Initiativen zur Unterstützung der Integration internationaler Talente.

Zusammenarbeit ist gefragt

Eine umfassende Strategie zur Förderung der Integration internationaler Studierender soll bereits bis 2028 greifen. Der DAAD hat mit neuen Förderprogrammen, wie „FIT“ zur Integration in Studium und Arbeitsmarkt, 114 Projekte ins Leben gerufen, die den Übergang in Berufsfelder erleichtern sollen. Gleichzeitig finden kleinere Initiativen, wie „Meet2respect“, Unterstützung, die sich mit Sensibilisierung für Diskriminierung und Antisemitismus an Universitäten befassen.

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Durch die geballte Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft und Politik kann eine verkettete Verbesserung der Willkommenskultur an Hochschulen in Deutschland erreicht werden. Heutzutage gilt es, nicht nur Talenten ein gutes Ankommen zu ermöglichen, sondern auch vielschichtige Unterstützung in Fragen der Studienorganisation, Finanzierung und Wohnraum anzubieten. Die Erfolgsgeschichte von Jenka Schmidt und Marejke Baethge-Assenkamp zeigt, wie durch Engagement und Teamarbeit unsere Hochschulen zugleich einladender und wettbewerbsfähiger werden können. Dabei wird deutlich, dass es gerade in diesen Zeiten unerlässlich ist, die Kräfte zu bündeln, um das Beste aus den internationalen Partnerschaften herauszuholen.

Aktuelle Entwicklungen sowohl auf politischer als auch auf universitärer Ebene bringen frischen Wind in die Integration internationaler Forschungsarbeiten und Studienmöglichkeiten und schaffen damit ein Umfeld, in dem jeder eine Chance erhält, sich zu entfalten.

Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie in den detaillierten Berichten von Northwest Alliance, Forschung und Lehre und DAAD.