Am 13. Oktober 2026 richtet sich der Blick an der Universität Hamburg auf eine Veranstaltungsreihe der Universität Erfurt: Der Lehrstuhl für Internationale Politik und Konfliktforschung bietet im Wintersemester drei Vorträge zur politischen Ökonomie des Gaza-Krieges an. Im Mittelpunkt stehen nicht nur militärische Entwicklungen, sondern auch die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte, die den Konflikt prägen.

Besprochen werden ökonomische Faktoren des Gaza-Krieges, Deutschlands Rüstungsexporte und ihr Einfluss auf den Konflikt, die Rolle nichtstaatlicher Akteure sowie die humanitäre Lage. Für die Vorbereitung stellt die Website Literaturempfehlungen bereit. Wer sich vorher einlesen möchte, kann dort also schon einmal stöbern.

Drei Abende, drei Perspektiven

Den Auftakt macht am 26. Oktober 2026 um 18:00 Uhr Dr. Hanna Pfeifer mit dem Vortrag „Arms Export Policy towards Israel“. Veranstaltungsort ist C03-LG1 / HS3. Pfeifer leitet den Forschungsbereich Gesellschaftlicher Frieden und Innere Sicherheit an der Universität Hamburg.

Am 2. Dezember 2026 um 18:00 Uhr folgt in C03-LG1 / HS4 Dr. Joseph Daher von der Université Paris Dauphine-PSL. Sein Thema lautet „The political economy of Hizbollah after 7th October“.

Der dritte Termin ist für den 20. Januar 2027 angekündigt. Riad Othman von medico international spricht über „Humanitarian Aid in the Gaza War“. Der Ort steht noch nicht fest. Gerade die humanitäre Hilfe bringt die praktische Seite des Konflikts auf den Tisch: Was geschieht mit Unterstützung, wenn politische Interessen, Gewalt und ökonomische Abhängigkeiten ineinandergreifen?

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Politische Ökonomie statt enger Blick

Die Reihe verbindet damit Fragen, die oft getrennt behandelt werden. Waffenexporte gehören ebenso dazu wie die Finanzierung und politische Einbettung nichtstaatlicher Akteure oder die Bedingungen humanitärer Hilfe. Der Ansatz soll wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Dimensionen des Gaza-Krieges gemeinsam betrachten – ein ziemlich breites Feld für drei Abende, aber gerade deshalb mit einigen Ansatzpunkten für Diskussionen.

Eine ergänzend angegebene Publikation der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung enthält laut Quellenangabe komprimierte beziehungsweise binäre PDF-Daten und keinen auswertbaren Nachrichtenartikel. Zusätzliche inhaltliche Angaben lassen sich daraus daher nicht ableiten.

Die Veranstaltungsreihe des Lehrstuhls für Internationale Politik und Konfliktforschung findet im Wintersemester statt. Die ersten beiden Termine haben feste Räume an der Universität Erfurt, beim Januar-Termin bleibt diese Angabe noch offen.