Am 25. Februar 2027 wird es im Tor 6 Theaterhaus Bielefeld körperlich, direkt und vermutlich nicht ganz bequem: „Männer rollen“ von Merle | Mischke | Klee setzt sich mit Männlichkeit und Handwerk auseinander. Beginn ist um 20:00 Uhr.

Das Tanzstück untersucht vertraute Rollenbilder und stellt ihnen queere und trans* Perspektiven gegenüber. Erstmals lädt das Kollektiv dafür Gäste auf die Bühne ein: den Schauspieler Torsten Schütte, der früher als Schreiner gearbeitet hat, und den Trans-Mann Leon Franzke, Tänzer und Maurer.

Zwischen Werkstatt und Bühne

Aus den Biografien der Beteiligten entstehen persönliche, verletzliche Erzählungen und Impulse für ein neues Verständnis von Männlichkeit. Das Tanzkollektiv MMK untersucht dabei verschiedene Formen davon – nicht aus sicherer Entfernung, sondern mit Erfahrungen, die nach Werkstatt, körperlicher Arbeit und rauem Schulterklopfen klingen. Auch derbe Sprüche gehören zu diesem Umfeld.

Choreograf und Tänzer Mark Christoph Klee verarbeitet Einflüsse aus dem elterlichen Elektrobetrieb ebenso wie Erfahrungen mit seinem Coming-out. In „Männer rollen“ tritt er erstmals nicht im gewohnten Trio auf, sondern gemeinsam mit Leon Franzke. Franzke absolvierte nach seinem Tanzstudium zusätzlich eine Ausbildung zum Maurer.

In das Stück fließen queere und trans* Perspektiven, Erfahrungen mit Vaterschaft und Beziehungen sowie erwartete und selbst erlebte Vorstellungen von Männlichkeit ein. Die beiden Performer reflektieren außerdem eigene Privilegien und die Verankerung patriarchaler Strukturen im eigenen Verhalten. Gesucht wird nach Zerbrechlichkeit – und nach vielfältigen Männerrollen, die nicht in eine einzige Schablone passen.

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Termin, Ort und Eintritt

Zu sehen ist „Männer rollen“ im Tor 6 Theaterhaus Bielefeld, Hermann-Kleinewächter-Str. 4, 33602 Bielefeld. Der Eintritt kostet 14 €, ermäßigt 8 €, Schüler*innen zahlen 5 €.

Veranstalter ist das Theaterlabor Bielefeld e. V. Die Produktion entstand in Koproduktion mit der Theaterwerkstatt Pilkentafel Flensburg. Unterstützt wird sie vom Kulturamt Bielefeld und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.

Förderung und Hintergründe

Die Vorrecherche wurde durch ein Stipendium für Darstellende Künste der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gefördert. Weitere Förderungen kamen vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, von der Freien und Hansestadt Hamburg – Behörde für Kultur und Medien, vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Stadt Flensburg und der Stadt Neumünster.

Probenaufenthalte ermöglichten die Arthur Boskamp-Stiftung Hohenlockstedt im Rahmen von „Zu Gast im M.1“ sowie die FigurenZauberei Großharrie. Sponsoring erfolgte durch Elektro Klee Netztechnik – eine Verbindung, die zum handwerklichen Hintergrund des Stücks passt, ohne die Bühne zur Werkhalle zu machen.

Weitere Informationen gibt es unter www.theaterlabor.de und www.merlemischkeklee.com/. Die Veranstaltungshinweise stehen beim Bielefeld-Portal; Hintergründe zur Produktion bietet die Website von Merle | Mischke | Klee.