Ein neuer Stern am Podcast-Himmel für Jurist:innen ist aufgegangen: „From campus to career“ bringt frischen Wind und bringt Themen in die Diskussion, die jungen Rechtsanwält:innen und Studierenden unter den Nägeln brennen. Dieser Podcast ist eine spannende Kooperation zwischen dem Bucerius Alumni Center for Teaching and Learning und dem bereits etablierten Podcast „Irgendwas mit Recht“ (IMR). Ziel ist es, Einblicke in die Praxis des Jurastudiums und Referendariats zu geben und hilfreiche Karriere-Tipps zu vermitteln.

Als Hosts sind Sven Störmann und Marc Ohrendorf am Mikrofon. Störmann, der Direktor des Alumni Centers und Co-Founder der Jura-Lernplattform dskrpt, bringt seine Expertise in der juristischen Ausbildung ein. Ohrendorf, ein KI-Experte und Associated Partner bei der Kanzlei YPOG, ergänzt das Team mit seinem Wissen über innovative Entwicklungen im Rechtsmarkt. Diese Kombination sorgt dafür, dass die Zuhörer:innen direkt von den Erfahrungen der Hosts profitieren können.

Inhaltsvielfalt und persönliche Ansprache

Der Podcast bietet ein abwechslungsreiches Interview-Format, das in festen Segmenten die Themen Rechtsmarkt, Ausbildung, Events, Karriere und Künstliche Intelligenz anspricht. Interessanterweise beantworten die Hosts häufige Fragen von Studierenden und jungen Professionals in einer verständlichen, leicht nachvollziehbaren Weise. Dies fördert eine gemütliche und informelle Atmosphäre, die den Hörer:innen das Gefühl gibt, direkt in das Gespräch eingebunden zu sein. Der Soft-Launch des Podcasts fand vor einigen Wochen statt und das Feedback zu den ersten Episoden ist durchweg positiv.

Alle zwei Wochen erscheint der Video-Podcast, der zwischen 30 und 60 Minuten dauert und auf Plattformen wie Spotify verfügbar ist. Um eine persönliche Atmosphäre zu schaffen und das Vertrauen in die Inhalte zu stärken, wurde die erste Folge in einem eigens dafür eingerichteten Studio auf Svens Dachboden in der Nähe von Köln aufgenommen.

Einblicke in die Rechtsmarktforschung

Besonders spannend wird es in der 365. Episode von „Irgendwas mit Recht“, die Florian Skupin zu Gast hat. Skupin, der das Center for Legal Technology and Data Science sowie den Bucerius Legal Innovation Hub leitet, bringt nicht nur einen beeindruckenden Werdegang, der mit einem BWL-Studium und einer Promotion zur Regulierung von Legal-Tech-Dienstleistern beginnt, sondern auch wertvolle Einblicke in die anwendungsorientierte Rechtsmarktforschung.

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Im Gespräch mit Ohrendorf gibt Skupin Aufschluss über Themen wie den Wandel klassischer Kanzleistrukturen hin zu interdisziplinären Teams und beleuchtet die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz in der Justiz. Auch die Frage des Zugangs zum Recht steht im Fokus, ein Thema, das sowohl Jurist:innen als auch die Gesellschaft bewegt.

Künstliche Intelligenz im Rechtsmarkt

Ein zentrales Thema, das auch im Podcast behandelt wird, ist die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) in der juristischen Praxis. Laut einer Umfrage von Legal-tech.de nutzte 2025 jeder zweite Anwalt KI in seinem Arbeitsalltag. Über 60 % der kleinen Kanzleien in Deutschland setzen KI regelmäßig ein, und mehr als zwei Drittel der Kanzleien haben bereits KI-Projekte durchgeführt. Dies zeigt, wie stark KI im Rechtsmarkt verankert ist und welche Bedeutung sie für die Zukunft hat.

Die Technologien entwickeln sich rasant weiter: Generative KI, basierend auf großen Sprachmodellen wie ChatGPT, wird verstärkt eingesetzt, um Routinearbeiten zu automatisieren und die Effizienz zu steigern. In einer zunehmend digitalisierten Welt erwarten Mandanten schnelle, digitale Lösungen. KI hat das Potenzial, juristische Routinearbeiten zu ersetzen und die Arbeitsweise in Kanzleien grundlegend zu verändern.

Die Integration von Legal Tech und Legal AI wird in der beruflichen Praxis immer selbstverständlicher. Dabei kommen KI-Tools zum Einsatz, die die juristische Recherche, Vertragsgestaltung und -prüfung sowie das Dokumentenmanagement unterstützen. Diese Technologien sind darauf ausgelegt, Prozesse zu automatisieren und gleichzeitig die Kommunikation zu verbessern, sei es durch Chatbots für die Erstberatung oder digitale Tools zur Datenverwaltung.

Mit einem umfassenden Blick auf aktuelle Entwicklungen bietet der Podcast „From campus to career“ nicht nur wertvolle Informationen, sondern auch eine Plattform, um die Diskussion über die Zukunft des Rechtsmarktes zu fördern. Wir dürfen gespannt sein, welche Themen die nächsten Episoden bereithalten und wie sie das juristische Arbeiten in der Zukunft weiter beeinflussen werden. Wer sich für die spannenden Entwicklungen in der juristischen Ausbildung und der Rolle der KI im Rechtsmarkt interessiert, sollte mir den neuen Podcast auf keinen Fall entgehen lassen!