Anneke Petzsche wird im Sommersemester 2026 Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht sowie Wirtschafts- und Umweltstrafrecht an der Universität Bremen. Diese Ernennung ist ein weiterer Schritt in einer bereits vielversprechenden akademischen Karriere, die ihren Ursprung an der renommierten Humboldt-Universität zu Berlin hat, wo sie sowohl ihr Jurastudium absolvierte als auch promovierte. Ihre Dissertation behandelt eingehend das komplexe Thema des Terrorismusstrafrechts in Deutschland, England und Spanien, was bereits auf ihre internationale Ausrichtung hinweist. Uni Bremen berichtet, dass Petzsche darüber hinaus einen Masterabschluss in „Criminology and Criminal Justice“ von der Universität Oxford erworben hat.
In ihrer Habilitation widmete sich Petzsche dem politischen Missbrauch des Strafverfahrens. Dieses wichtige Thema ist Teil eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts. Ihre Forschung umfasst zentrale Fragen des Strafrechts und Strafprozessrechts, wobei sie stets eine internationale Perspektive einnimmt und gleichzeitig die historischen sowie gesellschaftlichen Bedingungen des Strafrechts nicht aus den Augen verliert.
Forschungsschwerpunkte
Die Schwerpunkte von Anneke Petzsches Arbeit beinhalten das Wirtschafts- und Umweltstrafrecht sowie die juristische Zeitgeschichte. Dabei ist es ihr ein Anliegen, strafrechtliche Entwicklungen nicht nur dogmatisch, sondern auch im Kontext ihrer politischen und gesellschaftlichen Implikationen zu reflektieren. Ihre Kompetenz in diesen Bereichen wird in Zukunft die Lehre an der Universität Bremen entscheidend prägen.
Als gebürtige Lübeckerin fühlt sich Petzsche dem Norden stark verbunden, was sich möglicherweise auch in ihrer Lehre und Forschung widerspiegeln wird. Ihre umfassende akademische Ausbildung und ihre vielseitigen Forschungsinteressen qualifizieren sie hervorragend für ihre neue Position und werden die Fakultät bereichern.