Ein bedeutendes Kapitel in der Welt der Wissenschaft wird in Bremen fortgeschrieben! Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat beschlossen, das Graduiertenkolleg „Contradiction Studies“ für weitere viereinhalb Jahre zu fördern. Mit einer Fördersumme von rund 6 Millionen Euro wird den Künsten, Sozial- und Rechtswissenschaften wieder ein Schub gegeben.

Das Graduiertenkolleg, das seit 2022 aktiv ist, hat sich schnell zu einem wichtigen Hotspot für Forscher:innen aus aller Welt entwickelt. In der ersten Förderphase arbeiteten 36 Promovierende und 3 Postdocs aus 15 Ländern zusammen. Dies zeigt eindrucksvoll, wie vielschichtig und international die Themen rund um Widersprüche sind.

Interdisziplinäre Ansätze für komplexe Themen

Im Mittelpunkt der zweiten Förderphase steht die Dynamik der Polarisierung zwischen gegensätzlichen Positionen. „Contradiction Studies“ befasst sich nicht nur mit der Widerspruchsfreiheit in Wissenschaft, Recht und Logik, sondern auch mit alltäglichen Widersprüchen, die im Leben der Menschen auftreten. Diese Ansätze sind besonders relevant in Zeiten, in denen gesellschaftliche Debatten immer hitziger geführt werden.

Das Sprecher:innenteam, bestehend aus Karen Struve, Professorin für Frankoromanistische Literaturwissenschaft, und Ingo H. Warnke, Professor für Interdisziplinäre Linguistik, setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen. Die Beteiligten kommen aus den Bereichen Kulturwissenschaft, Anthropologie, Linguistik, Literaturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Geographie, Politikwissenschaft, Philosophie und Religionswissenschaft. Solch eine breite Palette an Fachrichtungen sorgt für innovative Perspektiven und Lösungen.

Globale Vernetzung und Zukunftsperspektiven

Ein weiteres interessantes Merkmal des Graduiertenkollegs ist die Teilhabe an der Bremer Verbundforschungsplattform „Worlds of Contradiction“. Diese Plattform ermöglicht es, über 100 Mitglieder zu vernetzen und die komplexe Thematik der Widersprüche weiter zu erforschen. Um die internationale Reichweite zu erhöhen, wird das Kolleg von drei Mercator-Fellows unterstützt, die global vernetzt arbeiten und frische Ideen einbringen.

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Die Zukunft sieht vielversprechend aus, und Wissenschaftler:innen haben ein gutes Händchen dafür, das tiefgreifende Thema der Widersprüche zu beleuchten. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie unter FIFF und den Aktivitäten des Graduiertenkollegs auf der Website der Uni Bremen.