Das Internet eröffnet vielfältige Möglichkeiten, von Spielen über Shopping bis hin zu Social Media und Pornografie. Während die Mehrheit der Nutzer verantwortungsbewusst mit diesen Angeboten umgeht, entwickeln einige ein problematisches Nutzungsverhalten. Eine umfassende Studie, die am 12. Mai 2026 im Journal of Behavioral Addictions veröffentlicht wurde, beleuchtet dieses Phänomen näher. Über 1.000 Testpersonen nahmen an der multizentrischen Untersuchung teil, die sowohl Personen mit als auch ohne problematische Internetnutzung umfasste. Hierbei zeigte sich, dass alle Teilnehmer von suchtrelevanten Motiven im Internet angezogen werden. Besonders ausgeprägt war dieser unbewusste Sog bei Menschen mit problematischer Internetnutzung.

Prof. Dr. Martin Diers von der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum schlägt vor, dass spezielle Trainings entwickelt werden könnten, um Betroffenen zu helfen, sich von diesen Verlockungen zu distanzieren. Dies könnte ein wichtiger Schritt im Umgang mit Internetbezogenen Störungen sein, die in der heutigen digitalen Gesellschaft immer häufiger auftreten.

Häufigkeit und Prävalenz von Internetnutzungsstörungen

Die weltweiten Statistiken zeigen, dass etwa 5% der Internetnutzer an einer Soziale-Netzwerke-Nutzungsstörung (SNS) leiden. In den Niederlanden wurden sogar Prävalenzen von bis zu 11,6% festgestellt. Eine repräsentative Studie, die im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführt wurde, belegt, dass 4,7% der 10- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland die Kriterien für eine Social-Media-Störung erfüllen. Dabei sind Mädchen und junge Frauen besonders häufig von einer pathologischen Nutzung betroffen. Die DAK-Studie verzeichnet jedoch, dass Jungen mit 6,0% etwas häufiger betroffen sind als Mädchen, deren Anteil bei 3,2% liegt, wobei der Unterschied statistisch nicht signifikant ist.

Der Umgang mit Daten und Privatsphäre

Im Kontext der wachsenden Besorgnis über Internetnutzungsstörungen ist auch der Umgang mit persönlichen Daten von Bedeutung. Webseitenbetreiber nutzen zur Analyse von Nutzerverhalten Dienste wie Matomo. Diese Plattform erfasst diverse Kennzahlen zur Webanalyse, jedoch unter strengen Datenschutzrichtlinien. Zum Beispiel wird die IP-Adresse der Nutzer sofort anonymisiert, und es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert.

Über Matomo werden Daten wie Gerätetyp, Betriebssystem-Version und aufgerufene URLs erfasst. Diese anonymisierten Informationen werden lediglich für 90 Tage gespeichert, bevor sie gelöscht werden. Die Datenverarbeitung erfolgt lokal auf Servern des Dienstleisters in Deutschland und beruht auf der Einwilligung der Nutzer gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die jederzeit widerrufen werden kann. Nähere Informationen zur Datenerfassung und den Rechten der Nutzer sind in den Datenschutzhinweisen nachzulesen.

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Zusammenfassend verdeutlicht die Situation, wie wichtig es ist, diese digitalen Verlockungen im Auge zu behalten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um ein gesundes Online-Verhalten zu fördern. Weitere Erkenntnisse sind dringend notwendig, um geeignete Therapieformen und Präventionsstrategien zu entwickeln, die den Herausforderungen der digitalen Welt gerecht werden.

Für weitere Informationen zur Studie und deren Ergebnissen können Sie news.rub.de besuchen. Für Details zur DAK-Studiendatenlage klicken Sie datenportal.bundesdrogenbeauftragter.de und um mehr über die Datenerfassung bei Matomo zu erfahren, lesen Sie bitte ins-netz-gehen.de.