Am Montag, den 29. Juni 2026, findet im Kreuzgang des Erfurter Doms das 7. Forum Junge Theologie statt. Diese Veranstaltung, die von dem Graduiertenkolleg t3 der Universität Erfurt organisiert wird, richtet sich an Nachwuchswissenschaftler*innen aus der Theologie und anderen religionsbezogenen Wissenschaften. Unter dem Motto “Bruchlinien des interreligiösen Dialogs” bietet das Forum einen Raum für Austausch und Networking.

Das Vormittagsprogramm umfasst von 10 bis 12 Uhr eine Posterpräsentation und einen „Gallery-Walk“, der den Teilnehmer*innen die Möglichkeit bietet, ihre Forschungsprojekte vorzustellen. Nachmittags steht ein Fachvortrag von Sandra Lenke auf der Agenda, der sich mit den Herausforderungen und erfolgreichen Strategien des Dialogs auseinandersetzt. Anschließend findet von 14 bis 15.30 Uhr ein Podiumsgespräch statt, gefolgt von einem praktischen Dialogformat bei Kaffee und Gebäck zur Vertiefung der Themen.

Wichtige Details zur Anmeldung

Interessierte sollten sich bis zum 31. Mai 2026 anmelden. Eine Anmeldung ist per E-Mail an patrick.krueger@uni-erfurt.de möglich. Dieses Forum versteht sich nicht nur als akademische Veranstaltung, sondern als Plattform zur Förderung des interreligiösen Dialogs und gegenseitigen Verständnisses.

Interreligiöse Werkstatt in Berlin

Ein weiteres Beispiel für den interreligiösen Austausch ist die Interreligiöse Werkstatt, ein Pilotprojekt des Erzbistum Berlin und des Forums Dialog. Diese Veranstaltung, die vom 13. bis 17. November 2025 in Fürstenberg/Havel stattfindet, zielt darauf ab, Begegnungen zwischen katholischen, evangelischen und muslimischen Gemeinden zu fördern. Unter einem wertschätzenden Ansatz bietet sie eine Atmosphäre zur Sichtbarmachung der religiösen Identitäten und beinhaltet spirituelle Impulse sowie gemeinsame Aktivitäten in der Natur.

Teilnehmende im Alter von 18 bis 35 Jahren können sich bis zum 31. Oktober 2025 anmelden. Mit einer Teilnahmegebühr von 29,00 € ist die Verpflegung (vegetarisch und pescetarisch) inbegriffen. Im Vorfeld sind auch Workshops für unterschiedliche religiöse Gruppen geplant, um ein vertieftes Verständnis für die jeweiligen Glaubensrichtungen zu entwickeln und Vorurteile abzubauen.

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Interreligiöser Dialog als Schlüsselqualifikation

Die Bedeutung des interreligiösen Dialogs wird auch an der Universität Kassel hervorgehoben. Mit der aktuellen Kooperation zwischen der Universität und dem Sara-Nussbaum-Zentrum wird interreligiäre Kompetenz für angehende Lehrkräfte gefördert. Das neue Studienprofil “Interreligiöse Kompetenz” beinhaltet Exkursionen in Synagogen und zielt darauf ab, zukünftige Pädagog*innen auf die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft vorzubereiten.

Der Dialog zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften wird als Schlüssel zur Förderung von Bildung, gesellschaftlicher Integration und Toleranz angesehen. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz engagiert sich ebenfalls aktiv in diesem Bereich, indem sie verschiedene Begegnungen und Dialogprojekte organisiert, die den interreligiösen Austausch vorantreiben. Umso wichtiger ist es, in der heutigen Zeit Vorurteile abzubauen und ein tiefgreifendes Verständnis für die anderen Glaubensrichtungen zu entwickeln.

In der Auseinandersetzung mit dem interreligiösen Dialog zeigt sich, wie sehr der Diskurs in Deutschland seit den 1980er Jahren gewachsen ist. Der Fokus liegt nach wie vor auf der Beziehung zwischen Christen und Muslimen. Es bleibt zu hoffen, dass durch solche Initiativen ein friedliches Miteinander gefördert werden kann, das auf gegenseitigem Verständnis beruht.

Für weitere Informationen über das 7. Forum Junge Theologie und die Interreligiöse Werkstatt steht die Webseite der Universität Erfurt sowie die Seite des Forums Dialog zur Verfügung.